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RB 25Neuer Bahnhaltepunkt in Vilkerath ab September

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Ein Zug durchquert Gummersbach.

Die Regionalbahn pendelt mehr als vier Monate lang nur zwischen Dieringhausen und Lüdenscheid.

Die RB25 wird zur Dauerbaustelle. Während der Sperrzeit sollen gleich drei Buslinien die Pendler ersatzweise in Richtung Köln transportieren.

Mehr als vier Monate lang soll die Regionalbahn 25 nach Köln pausieren. Von 27. März bis 7. August wird der Verkehr zwischen Gummersbach-Dieringhausen und Köln/Hansaring eingestellt. Die Bauplaner von der DB InfraGO der Bahn versprechen, dass die in dieser Zeit gebündelten Maßnahmen deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste der RB25 bringen.

Insgesamt 20 Millionen Euro will die Bahn auf der Strecke investieren, hat Unternehmenssprecher Dirk Pohlmann am Freitag in einer Pressekonferenz angekündigt. Das bedeutendste Projekt ist der Neubau eines Haltepunkts in Vilkerath.

Eine Karte.

Diese Bauarbeiten sind auf der RB25-Strecke geplant.

Dort, wo bis 1965 bereits ein Bahnhof war, also an der Straße „Zum Schlingenbach“, soll vom 1. Juni bis 11. September ein neuer Bahnsteig errichtet werden. Dass er im östlichen Overather Stadtteil Vilkerath entsteht– und nicht in Loope wie früher von Engelskirchener Seite gewünscht – ist seit 13 Jahren entschieden. Nach langen Jahren der Planung habe man jetzt endlich die Finanzierungszusage, erläuterte am Freitag der verantwortliche Bahnhofsmanager Kai Rossmann. Die knappe Bauzeit sei kein Problem. „Das ist ja keine so komplizierte Anlage.“ Der 170 Meter lange Bahnsteig werde nichtsdestoweniger barrierefrei und auch sonst nach modernem Standard ausgebaut.

In Ründeroth will die Bahn einen Zugang vom neuen Parkplatz auf der anderen Gleisseite herstellen. Anders als vom alten Bahnhof aus sollen die Fahrgäste dort über einen barrierefreien Überweg über die Gleise zum Mittelbahnsteig gelangen können. Der Bauauftrag wird jetzt ausgeschrieben, im August soll alles fertig sein.

Neue Brücke in Wiehlmünden

In Wiehlmünden wird die Brücke über den Fußgängerweg Hammerwiese abgerissen und neugebaut. Statt des Natursteingemäuers von 1909 errichtet die Bahn eine Stahlbetonkonstruktion und muss allein dafür 1,4 Millionen Euro ausgeben. Am 13. April beginnen die Bauarbeiten, Ende Juli soll die Brücke stehen.

Im weiteren Verlauf der Strecke durch den Rheinisch-Bergischen Kreis stehen noch weitere Bauarbeiten auf dem Programm. Am Brünsbacher Weg in Overath wird ein Bahnübergang aufwendig ausgebaut. In Rösrath will man den Bahnhof sanieren, nachdem die Stadt dort das Umfeld nach den Vorgaben einer Mobilitätsstation modernisiert hat. In Hoffnungsthal wird die DB InfraGO den Bahnsteig auf die Richtgröße von 170 Metern verlängert. Die Barrierefreiheit kann nicht über Rampen hergestellt werden, darum müssen zwei neue Aufzüge her. Diese gehen aber erst Anfang 2027 in Betrieb.

Ebenfalls nicht fertig wird der geplante Neubau der Überführung an der Lüghauser Straße in Hoffnungsthal. Dort will man erst neue Baurichtlinien abwarten und 2030 loslegen. Das Verfallsdatum der Brücke sei aber vorher nicht erreicht, versichern die Bahningenieure.

Ansonsten soll die Sperrzeit für die Erneuerung des Gleisbetts und Grünschnitt genutzt werden.


Drei Buslinien als Schienenersatzverkehr

Der Zweckverband „go.Rheinland“ kündigt an, dass er während der Bahnstreckensperrung gleich drei Buslinien als Schienenersatzverkehr einrichten will. Von Lüdenscheid aus wird man im Stundentakt über Marienheide und Gummersbach weiterhin bis nach Dieringhausen mit der RB 25 fahren können. Dort gilt es, in einen der Busse umzusteigen. Das Grundangebot im Schienenersatzverkehr für die Regionalbahn (SEV RB25) ist eine Linie, die bis Köln Messe/Deutz fährt und zusätzlich die Stadtbahnhaltestelle Königsforst mit Umstiegsmöglichkeit zur Stadtbahnlinie 9 ins Kölner Zentrum bedient. Dazu kommt die Schnellbuslinie SEV RB 25S, welche bis Overath alle regulären Bahnhöfe bedient und dann bis Köln Messe/Deutz ohne Zwischenhalt durchfährt. Noch schneller ist der Expressbus SEV RB 25X, welcher auf der Fahrt nach Köln nur in Overath hält. Der Fahrplan ist in den Auskunftssystemen der Bahn zwei Wochen vor Baubeginn zu finden und im Internet abrufbar.