Die Arbeitslosenquote lag im November wie schon im September bei 5,5 Prozent. 8384 Menschen waren in Oberberg ohne Arbeit.
Frische ZahlenOberbergs Arbeitsmarkt stagnierte im November

Das Logo der Agentur für Arbeit ist an einer Fensterscheibe zu sehen.
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Der oberbergische Arbeitsmarkt hat sich im November kaum bewegt. Wie schon im Oktober lag die Arbeitslosenquote bei 5,5 Prozent. 8384 Menschen waren arbeitslos, das waren 55 Personen mehr als im Vormonat. Auch im November des Vorjahres lag die Quote bei 5,5 Prozent. Diese Zahlen gehen aus dem am Freitag verbreiteten Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach hervor.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur, Nicole Jordy, sagt zur Einordnung der Zahlen, dass die Zahl der offenen Stellen zwar gestiegen sei, doch beruhe dieser Anstieg „überwiegend auf einem Sondereffekt“, nämlich einen Großauftrag eines einzelnen Arbeitgebers.
Qualifizierung und Weiterbildung bleiben Trumpf
Im Gegensatz zu den anderen von Bergisch Gladbach aus betreuten Regionen Leverkusen und Rhein-Berg habe sich im Oberbergischen Kreis im November zusätzlich ein deutlicher Anstieg bei den gemeldeten Stellen der Zeitarbeit eingestellt. Dies könne oft ein Frühindikator für die kommende Arbeitsmarktentwicklung sein. „Jedoch ist es noch zu früh, um hier eine positive Entwicklung zu prognostizieren“, so Jordy.
Die weitere Entwicklung werde maßgeblich davon abhängen, wie die angekündigten wirtschaftlichen Impulse in unserer Region greifen werden, gibt sie zu bedenken. Jordy wörtlich: „Es bleibt jedoch dabei, dass die gemeldeten Stellen zu einem großen Teil auf Fachkraft-Ebene und höher ausgeschrieben sind. Qualifizierung und Weiterbildung bilden daher weiterhin ein zentrales Element unserer Arbeit.“
Die Agentur für Arbeit betreute im November 3274 arbeitslose Personen in Oberberg (18 Personen mehr als im Vormonat, 236 mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren zugleich 5110 Arbeitslose registriert (sieben Personen mehr als im Vormonat, aber 181 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 61 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Trotz stagnierender Quote gab es hinter den nackten Zahlen Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: 1537 Personen meldeten sich in Oberberg arbeitslos. Davon kamen 595 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1523 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 456 eine Erwerbstätigkeit auf.

