Wenn der Verkehr dort wieder fließen kann, wäre das eine Entlastung für die Wiehltalbrücke im Oberbergischen, die auch saniert werden muss.
MedienberichtTeil-Freigabe der Rahmedetalbrücke noch vor Weihnachten?

Die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Rahmede-Talbrücke bei Lüdenscheid (Märkischer Kreis) gingen recht schnell voran. Hier ein Foto von Anfang Oktober 2025.
Copyright: Archivfoto: dpa
Der erste Teil der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid, über die die Sauerlandlinie (A45) verläuft, soll noch vor Weihnachten für den Verkehr freigegeben werden. Das berichtet die Westfalenpost. Demnach könnte bereits ab Samstag, 20. Dezember, der Verkehr in beiden Richtungen über das erste von zwei Brückenbauwerken geleitet werden. Nach Informationen der „WP“ soll es schon konkrete Vorbereitungen für eine entsprechende Feier geben. „Eine offizielle Bestätigung für diesen Termin steht noch aus, allerdings wird er der Redaktion aus mehreren Quellen bestätigt“, heißt es dort.
Die Baufirmen arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung.
Die für den Neubau der Rahmedetalbrücke zuständige Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH äußert sich zunächst zurückhaltend, dementiert aber auch nicht: „Es zeichnet sich ab, dass die neue Talbrücke Rahmede deutlich schneller eröffnet werden kann. Die Baufirmen arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung. Es müssen jetzt nur noch finale Baumaßnahmen erfolgen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir wegen der Witterungslage heute noch kein konkretes Datum nennen können“, so Susanne Schlenga, Sprecherin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH.
IHK fordert, Sperrung der Wiehltalbrücke zu vermeiden
Wenn der Verkehr über die Talbrücke Rahmede tatsächlich schon im Dezember wieder fließt, „wäre das auch für die Wiehltalbrücke eine gute Nachricht“, sagt Michael Sallmann, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Oberberg der IHK Köln, auf Nachfrage. Am Donnerstag hatte sich die IHK – noch ohne Kenntnis der neuen Nachrichtenlage – mit einer Resolution an die Autobahn GmbH gewandt und diese aufgefordert, zusammen mit den Verkehrsbehörden alles zu tun, „um eine Sperrung der Wiehltalbrücke der A4 zu vermeiden. “ Ohne funktionierende A4 zwischen Olpe und Köln würden die Unternehmen in Oberberg und dem Siegener Land von den Zentren im Rheinland und dem Zugang zu den Seehäfen abgeschnitten. Deshalb müsse die Nutzung der Wiehltalbrücke für Pkw und Lkw bis 44 Tonnen „unter allen Umständen sichergestellt werden“.
Die Beratende Versammlung Oberberg hatte auch gefordert, die Teileröffnung der Rahmedetalbrücke möglichst zu beschleunigen, weil das auch die A4 und die Wiehltalbrücke von erheblichen Teilen des Schwerlastverkehrs entlasten würde, der „zu einem beträchtlichen Teil“ aus Umleitungsverkehr besteht, so Sallmann, der wegen der gesperrten A45 ab Olpe über die A4 und Köln ins Ruhrgebiet und darüber hinaus fährt.

