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BeratungsstelleNico + Nina in Gummersbach feiern 30. Geburtstag

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Das Bild zeigt das Team von„nina + nico“.

Das Team von „nina + nico“ um die Vorsitzende Monica Weisspfennig (Mitte).

Seit 30 Jahren ist die Beratungsstelle "nina + nico" in Gummersbach ein eingetragener Verein. Das wurde jetzt mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Bunte Luftballons an der Eingangstür der Kölner Straße 316, im Treppenhaus der erste Hinweis, dass hier etwas Großes gefeiert wird. Denn im 1. Stock des Hauses hat seit dem vergangenen Jahr der Verein „nina + nico“, die Beratungsstelle für Kinder, junge Menschen und Frauen, ihre neuen Räume gefunden.

„Nina + nico“, ursprünglich 1991 von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gummersbach initiiert, besteht seit nunmehr 30 Jahren als eingetragener Verein und hat seit 1996 mehr als 10.000 Beratungen durchgeführt. Kinder, Jugendliche und Frauen, die Opfer von psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt geworden sind, finden Hilfe und Unterstützung.

Viele Gäste kamen

Dieses Jubiläum feierte das Team um die Vereinsvorsitzende Monica Weisspfennig mit einem Tag der offenen Tür. Zu den Gästen zählte die stellvertretende Landrätin Heidrun Schmeis-Noak, Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit, Klienten und Weggefährten, aber auch Kinder der Grundschule in Niederseßmar.

Die kleinen Gäste konnten wählen zwischen Armbänder knüpfen, Papierfische falten, Bilder verzieren mit Glitzer und Filz und Bewegung an der frischen Luft. Für noch mehr gute Laune sorgte das Duo „Kasper und Phine“ und ihr Puppentheater.

Anfangs gab es viel Ablehnung

Den Tag der offenen Tür nutzte das Beratungsteam auch, um die vergangenen drei Jahrzehnte Revue passieren zu lassen. Vorsitzende Monica Weisspfennig: „Als die Beratungsstelle für von Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten eingerichtet wurde, wurden wir anfangs belächelt, gar verhöhnt. So etwas wie sexualisierte Gewalt könne es hier nicht geben. Aber die Anfragen kamen und wurden mit der Zeit immer mehr. Nach fünf Jahren entschied die Stadt Gummersbach, sich aus der Finanzierung heraus zu ziehen und ich und sechs weitere Frauen gründeten den Verein „nina + nico e.v.“.

Die Namen wurden gewählt, weil sie zu dem Zeitpunkt die beliebtesten Jungen- und Mädchennamen waren“, erklärte Weisspfennig die Anfänge. Waren zunächst nur ehrenamtliche Frauen und eine auf Honorarbasis angestellte Beraterin für den Verein tätig, sind es heute drei Vorstandsmitglieder, eine Verwaltungsfachangestellte, eine pädagogische Fachkraft, drei Beraterinnen, drei Angestellte auf Minijobbasis sowie zwei Honorarkräfte.

Denn mit den Jahren ist das Aufgabenfeld der Beratungsstelle gewachsen. Neben der Beratung von Mädchen, Jungen und Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, unterstützt der Verein auch Angehörige, Lehrer und Erzieher. Der Verein ist an Schulen und in Kitas vertreten, um dort präventiv zu wirken.

Auffällig sei, dass die Fälle immer komplexer werden, wie Andrea Oltmann, Pädagogische Leiterin der Beratungsstelle, erklärte. „Es wird kompliziert, wenn Frauen, die aus dem Ausland vor ihren gewalttätigen Ehemännern fliehen, er aber das Sorgerecht für die Kinder hat“, so Oltmann. Es sei wichtig, dass alle involvierten Institutionen zusammen arbeiten, betonte sie.