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Klassik und Pop
Gummersbacher Philharmoniker spielen Konzert in der Halle 32

Lesezeit 3 Minuten
Ein Dirigent leitet ein junges Orchester an.

Mehrgenerationenorchester: Unter der Leitung von Karsten Dobermann spielen Musiker von 14 bis zu 74 Jahren.

In diesem Jahr laden die 87 Musikerinnen und Musiker am 24. und 25. Mai zu der „Music of the Night“ ein.

Die Konzerte der Gummersbacher Philharmoniker unter der Leitung von Karsten Dobermann gelten unter Kennern als ziemlich legendär. Nicht nur, dass sie an zwei Abenden immer für ein voll besetztes Haus sorgen, sie unterhalten auch meist gute drei Stunden lang und dokumentieren, dass ein energiegeladenes Amateurorchester wie ein Profi-Ensemble klingen kann.

In diesem Jahr laden die 87 Musikerinnen und Musiker am Mittwoch, 24. Mai, und am Donnerstag, 25. Mai, zu „Music of the Night“ in die Halle 32 ein. Zum Programm gehören Mozarts „kleine Nachtmusik“ und die Arie der Königin der Nacht aus der „Zauberflöte“. Da das Konzert zusätzlich mit „Classic meets Pop“ überschrieben ist, gibt’s aber auch Zeitgenössisches, das Karsten Dobermann eigens für das Orchester arrangiert hat. Als Gesangssolisten sind Ramona Even und Tom Gijbels dabei. „Wir wollen die große Vielfalt der Musik abbilden“, sagt der Orchesterleiter.

Gummersbacher Ensemble blickt auf 28 Jahre zurück

Das Ensemble kann inzwischen auf 28 Jahre zurückblicken. Vom Jugend-Symphonie-Orchester, das JSO abgekürzt wurde, reifte es im Laufe der Jahre zu den Gummersbacher Philharmonikern. Nicht wenige Mitglieder wurden mit dem Orchester erwachsen, machten vielleicht kurz Pause, kamen dann wieder. Die heutige Altersspanne reicht von 14 bis zu 74 Jahren. Generationen treffen sich und lernen voneinander.

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Die Jüngeren erhalten Tipps von den alten Hasen, die wiederum von ihrem Dirigenten mit Profiliteratur gefordert werden. „Dabei achte ich auf den Leistungsgrad jedes Einzelnen, damit zum Schluss alles wie aus einem Guss klingt“, sagt Dobermann. Hilfreich sind dabei die Registerproben in kleinen Gruppen, bei denen an jedem Detail in Ruhe gefeilt wird.

„Wir sehen uns als große Familie“, versichert Karsten Dobermann und beschreibt die Probenarbeit als „riesigen Motivationspool für alle“. Obligatorisch vor den Jahreskonzerten ist das Probenwochenende, dieses Jahr in Bad Fredeburg. Dort wird von morgens bis abends geprobt. Das klingt nicht nur sportlich, das ist es auch. Und diese vier Tage bereiten, wie der Dirigent betont, auf die locker mindestens dreistündigen Konzerte sehr gut vor.

Dass am Ende dieser Abende immer noch jede Note auf den Punkt erklingt, hat laut Dobermann aber auch mit seiner eigenen Disziplin zu tun. „Ich muss meinen Musikerinnen und Musikern genau das vorleben, um sie zu dieser Leistung zu motivieren. Natürlich hilft uns allen auch ein bisschen das Adrenalin“, gibt er lachend zu.

Gemeinsam zu musizieren, mache den Geist frei, lasse Alltag und Sorgen vergessen und stärke das Selbstwertgefühl, sagt der Musiker. Und er berichtet, dass im Laufe der Jahre nicht wenige Freundschaften innerhalb des Ensembles entstanden sind, und dass manchmal neben der Musik auch ein wenig Seelsorge betrieben wird. Wie bei einer großen Familie eben.

Die Konzerte in der Halle 32, Steinmüllerallee 10, am 24. und 25. Mai beginnen jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Spende erbeten.