Der VfL Gummersbach gewinnt in einem schwachen Bundesliga-Spiel mit 26:22 (17:11). 17 Tore von Kristjan Horzen und Miro Schluroff.
Handball-BundesligaVfL festigt mit dem Sieg gegen den HC Erlangen den vierten Tabellenplatz

Mit neun Toren trug VfL-Kreisläufer Kristjan Horzen maßgeblich zum Sieg der Gummersbacher bei. Er war von Erlangen nicht zu halten.
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Der VfL Gummersbach führte vom ersten Tor an beim HC Erlangen und hatte doch über die 60 Minuten seine Probleme, sich spielentscheidend abzusetzen. Am Ende gewannen die Gummersbacher vor 6200 Zuschauern in der PSD Bank Nürnberg Arena gegen den HC Erlangen mit 26:22 (17:11).
Da der THW Kiel zuvor im frühen Spiel mit 28:35 gegen die Füchse Berlin verloren hatte, ist dem VfL Gummersbach drei Spieltage vor Saisonende der vierte Tabellenplatz kaum noch zu nehmen. So trennen Gummersbach von Kiel auf Rang fünf nicht nur sechs Punkte sondern auch 86 Tore. Platz vier bedeutet die Qualifikation für die Europa League.
Der VfL Gummersbach wurde erstmals in der Bundesliga vonTom Kiesler als Kapitän angeführt
Ohne den langzeitverletzten Kapitän Julian Köster und seinen Vize Ellidi Vidarsson, der sich im vergangenen Spiel gegen Göppingen eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, begann Gummersbach gegen die Erlanger, die noch gegen den Abstieg kämpfen, konzentriert. Erstmals als Kapitän ging Tom Kiesler vorne weg.
Nach der schwachen Leistung und dem glücklichen 29:29-Unentschieden gegen Göppingen schien VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson die richtigen Worte gefunden zu haben. Ludvig Hallbäck wirbelte auf der Mitte und traf zur 1:0-Führung. Schnell lagen die Gummersbacher mit 6:3 (8.) vorne. Zwar häuften sich die Fehler bei den Gästen, darunter alleine drei Fehlpässe von Miro Schluroff in Folge, doch die Abwehr stand und dahinter agierte ein sicherer Dominik Kuzmanovic.
Zur Pause lag der VfL mit 17:11 in Führung
Gegen die ersatzgeschwächten Hausherren, die ihre jungen Angreifer spielen ließen, setzten sich die nun sicher agierenden Gäste Tor um Tor ab, führten nach einer Viertelstunde mit 9:3 durch den starken Kreisläufer Kristjan Horzen, der sich bei seinen insgesamt neun Treffern keinen Fehlwurf erlaubte. Acht Tore Vorsprung waren es beim 15:7 (26.) und es schien so, als hätte der Tabellenvierte die Partie im Griff.In die Pause ging es mit einer 17:11-Führung.
Doch irgendwie ist es dem VfL der Flow abhanden gekommen, der ihn vor der Niederlage bei den Füchsen Berlin, als die Gummersbacher nach elf Siegen in Folge ganz nah an den Champions League-Plätzen waren, auszeichnete. Denn nach dem Wiederanpfiff fanden die Gummersbacher nicht mehr gut ins Spiel zurück, wirkten unkonzentriert im Angriff und nicht mehr konsequent in der Abwehr. Als Trainer Gudjon Valur Sigurdsson beim 19:16 (37.) eine Auszeit nahm, mahnte er, dass man nicht da sei, wo man sein wolle. Im Gegenteil, man habe Erlangen wieder ins Spiel gebracht.
VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson war nach dem Abpfiff erleichtert über den Sief
Bertram Obling (5 Paraden) kam für Dominik Kuzmanovic (Sechs Paraden darunter ein Siebenmeter) ins Tor und sorgte mit zwei Paraden zunächst einmal für ein bisschen Sicherheit. Vor allem aber war es Kristjan Hoerzen, der mit drei Treffern in Folge zum 22:16 (43.) erhöhte.
Sigurdsson versuchte es mit dem siebten Feldspieler und die Gummersbacher hatten Glück, dass Erlangen gleich zweimal das leere Tor nicht traf. Die technischen Fehler und Fehlwürfe beim VfL häuften sich erneut und damit blieben die Erlanger dran, kamen aber nie mehr näher als auf vier Tore heran. Am Ende waren es bei den Gummersbachern 15 technische Fehler.
So zeigte sich der VfL-Trainer nach dem Abpfiff sehr erleichtert und glücklich, dass seine Mannschaft das Spiel gewonnen habe, das kein Handball-Leckerbissen gewesen sei. Es seien zwei Mannschaften gewesen, die hart gekämpft hätten mit starken Abwehrreihen. Seine Mannschaft habe sich in der ersten Halbzeit durch eine hohe Wurfquote von rund 80 Prozent ausgezeichnet und habe das Torhüterduell deutlich gewonnen. Zudem sei die frühe hohe Führung ein Vorteil gewesen. Bei Erlangen zollte der VfL-Trainer den „jungen Wilden“ Respekt.
Nach der Länderspielpause geht es für den VfL am Samstag, 23. Mai, 20 Uhr, weiter mit dem Heimspiel gegen GWD Minden.
Tore HC Erlangen: Y. Bialowas (4/3), Överjordet (1), Scheerer (2), Firnhaber (1), Metzner (2), Lochmann (4), Buck (1), Steinert (1), Olsson (1), Gebala (1), L. Bialowas (4).
Tore VfL Gummersbach: Vujovic (5/4), Blohme (1), Schluroff (8), Hallbäck (2), Horzen (9), Smits (1).
