Abo

Handball-BundesligaVfL Gummersbach mit glanzlosem Sieg bei der HSG Wetzlar

4 min
Kristjan Horzen beim freien Wurf vom Kreis.

Die Anspiele an VfL-Kreisläufer Kristjan Horzen kamen so gut, dass die Abwehrspieler der HSG Wetzlar nur noch hinterher schauen konnten.

Der VfL Gummersbach spielt beim 36:33-Erfolg bis  nur bis zum 29:20 überlegen  und nimmt dann einen Gang raus.   

Der VfL Gummersbach wird seiner Favoritenrolle gerecht und siegt bei der HSG Wetzlar mit 36:33 (20:15). Vor 3545 Zuschauern in der   Buderus   Arena in Wetzlar setzt sch die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson auch dank der 16 Paraden von Bertram Obling früh ab, lässt im Verlauf des Spiels aber zu viele Chancen ungenutzt und erlaubt sich technische Fehler. So ist es am Ende ein glanzloser Sieg der Gummersbacher, die nun ein ausgeglichenes 5:5-Punktekonto haben.

Die Gummersbacher, bei denen Mathis Häseler nach seiner Fußverletzung wieder im Kader war, begannen im Innenblock mit Kristjan Horzen und Stepan Zeman, die sicher standen und kaum etwas zuließen. Die Partie war bis zum 4:4 (6.) ausgeglichen, ehe sich die Gummersbacher mit einem 5:0-Lauf zum 9:4 (11.) absetzten. Dem schnellen Umschalten des VfL hatten die Gastgeber wenig entgegen zu   setzen. Oder wie es HSG-Trainer Runar Sigtryggsson beim Stand von 4:8 (10.) in seiner Auszeit ausdrückte: „Die zweite Welle tötet uns.“

In der Auszeit mahnt VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson sein Team, die Konzentration hoch zu halten

Zwar konnten die Wetzlarer auf 7:10 (14.) verkürzen, doch mit einem 3:0-Lauf stellte der VfL den alten Abstand beim 13:7 (17.) wieder her. Ins HSG-Tor wechselte der junge Hendrik Pantel für den glücklosen Bart Ravensbergen. Der Wechsel schien den VfL aus dem Konzept zu bringen, denn es häuften sich die Fehlwürfe und bis zur Pause hatte Pantel sieben Paraden stehen.

Als VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson seine Auszeit nahm, führte sein Team zwar mit 16:11 (24.), doch er mahnte an, dass die Konzentration nachlasse und man fahrlässig mit den   Chancen umgehe. Auf der anderen Seite agierte Wetzlar, wie es der HSG-Trainer im weiteren Verlauf des Spiels ausdrückte, mutlos und mit zu wenig Einsatz.

Alles schien auf einen deutlichen Erfolg des VfL Gummersbach hinaus zu laufen

Der VfL verwaltete die Führung bis zum Pausenpfiff.   Nach dem Wiederanpfiff setzten sich die Gummersbacher wieder ab und führten schnell mit 26:18 (37.) durch Nikola Roganovic, der mit acht Treffern darunter zwei Siebenmeter , erneut   der beste Werfer des VfL   war. Die perfekten Anspiele an den Kreis wurden vor allem durch   Kristjan Horzen verwandelt und es schien alles auf einen deutlichen Erfolg der Gäste hinaus zu laufen.

Doch beim Stand von 29:20 (40.) habe es bei seiner Mannschaft ausgesehen, als wenn   sie das Handballspielen verlernt hätte, sagte anschließend der VfL-Trainer. Die technischen Fehler häuften sich und der VfL kassierte acht Gegenstoßtore. Gudjon Valur Sigurdsson versuchte es nur kurz mit dem siebten Feldspieler, doch ins überlegene Spiel fand seine Mannschaft nicht mehr zurück. Mit der Phase sei er natürlich nicht zufrieden, sagte Sigurdsson, wohl aber mit dem Auswärtserfolg.

Wetzlar verkürzte beim 30:33 (56.) noch einmal auf drei Tore, Spannung kam aber nicht mehr auf, da Nikola Roganovic im Gegenzug auf 34:30 (58.) erhöhte. In der letzten Spielminute agierte Gummersbach noch in doppelter Unterzahl nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Tilen Kodrin und in der Folge auch noch für den VfL-Trainer wegen Meckerns. Wetzlar nutzte das, um auf 32:35 zu verkürzen, doch es reichte nicht mehr, um den Sieg des VfL   zu gefährden.

Mit dem Spiel sind die Gummersbacher in ihre englischen Wochen gestartet. So steht am Mittwoch, 19 Uhr, die Partie in der zweiten Runde um den DHB-Pokal an. Der VfL spielt um 19 Uhr beim Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV. Am kommenden Sonntag , 16.30 Uhr, steht in der Schwalbe-Arena das Bergische Derby gegen den Bergischen HC an.


Tore HSG Wetzlar: Kirschner (10/3), Mappes (3), Theiß (1), Simic (4), Piroch (2), Pehlivan (3), Soler (3), Laeso (2), Kompenhans (3), Nafea (2).

Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (1), Kodrin (2), Blohme (3), Dujshebaev (3), Häseler (3), Schluroff (4), Roganovic (8), Horzen (6), Smits (6)