Der Tabellenvierte VfL Gummersbach erwartet mit GWD Minden eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft.
Handball-BundesligaVfL Gummersbach möchte gegen GWD Minden wieder zu alter Form finden

Im Hinspiel tat sich der VfL Gummersbach gegen den Aufsteiger Minden in den ersten 30 Minuten schwer, setzte sich am Ende aber deutlich mit 31:23 durch.
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Die Handball-Bundesliga-Saison biegt auf die Zielgerade ein. Seit Donnerstagabend ist der SC Magdeburg nach dem 31:30-Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt Meister. Drei Spieltage vor Schluss steht der VfL Gummersbach vor allem dank des deutlich besseren Torverhältnisses sicher auf dem vierten Tabellenplatz.
Gummersbach muss den THW Kiel von hinten nicht fürchten, kann aber auch den Blick noch nach oben richten. Drei Punkte trennen das Team von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson von den Füchsen Berlin und Flensburg auf den Rängen zwei und drei.
Rang vier ist die beste Platzierung des VfL seit der Saison 2006/07
Mit GWD Minden tritt am heutigen Samstag, 20 Uhr, ein Gegner in der Schwalbe Arena an, der auf dem vorletzten Tabellenplatz gegen den Abstieg spielt. Der Aufsteiger kämpfe wie ein Löwe gegen den Abstieg, weiß der VfL-Trainer. Das mit wechselndem Erfolg. So folgte auf einen schwachen Heimauftritt gegen den ThSV Eisenach (29:34) eine starke Leistung im Derby beim TBV Lemgo (32:28) und zuletzt im Kellerduell eine 28:28-Punkteteilung im Abstiegsduell gegen den Bergischen HC.
Vor allem aus dem Rückraum seien die Gäste, die gegen den VfL auf Alexander Weck verzichten müssen, sehr gefährlich, so Sigurdsson. In den letzten beiden Heimspielen gegen Minden und zum Abschluss gegen die Rhein-Neckar Löwen wolle sein Team aber noch das Maximum aus der Saison herausholen. Dabei ist Platz vier die beste Saisonplatzierung für die Blau-Weißen seit 19 Jahren, als Gummersbach Ende der Saison 2006/07 diesen Rang belegte. Das Hinspiel in Minden hatte der VfL am Ende deutlich mit 31:23 (15:13) gewonnen, sich aber in den ersten 30 Minuten gegen den Aufsteiger sehr schwer getan.
VfL-Kreisläufer Ellidi Vidarsson kann nach seinen Kopftreffern aus dem Spiel gegen Göppingen noch nicht trainieren
In der Schlussphase hatte Kapitän Julian Köster für deutliche Verhältnisse gesorgt. Ob er nochmal für den VfL antritt, ist offen. Dem VfL-Trainer ist nur zu entlocken, dass sich der Nationalspieler nach der Meniskus-Operation in der Reha befinde und gerne noch einmal in Blau und Weiß auflaufen möchte. Fehlen wird weiterhin Kreisläufer Ellidi Vidarsson, der im Spiel gegen Göppingen am 30. April hintereinander einen Schlag auf die Stirn und auf den Hinterkopf bekommen hatte. Seitdem leidet er an einer Gehirnerschütterung und reagiert auf jede Belastung. „Wir lassen die Leute nur spielen, wenn sie fit sind“, erklärt sein Trainer. Noch kann Vidarsson nicht trainieren.
In der Nationalmannschaftspause nach dem 22:26-Sieg beim HC Erlangen hatte Sigurdsson den verbliebenen Spielern eine Auszeit gegeben. Überhaupt, sagt er, sei es schwierig in der Schlussphase der Saison die richtige Intensität im Training zu finden. Nach elf Siegen in Folge hatte sein Team nach der 26:28-Niederlage gegen die Füchse Berlin nicht mehr zu der Form davor gefunden. Gegen Göppingen (29:29) und Erlangen funktionierten zwar Torleute und Abwehr, aber der Angriff schwächelte.
Die Niederlage in Berlin, als der VfL nach der Champions League griff, könnte eine Erklärung dafür sein, so der VfL-Trainer. Sport sei auch Kopfsache und es fehlten die letzten paar Prozente. „Wir haben es angesprochen und versuchen, dagegen zu arbeiten.“
