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Handball BundesligaVfL Gummersbach will in Erlangen wieder Konstanz zeigen

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Ellidi Vidarsson kämpft sich im Hinspiel gegen die Abwehr von Erlangen durch

Der VfL Gummersbach muss in Erlangen auf Kreisläufer Ellidi Vidarsson auf Grund einer Gehirnerschütterung verzichten.

Nach zuletzt zwei Spielen ohne Sieg will der VfL Gummersbach in Erlangen zurück in die Erfolgsspur.

Am Sonntag, 10. Mai, ist der VfL Gummersbach am 31. Spieltag in der Handball-Bundesliga auswärts gefordert. Anwurf gegen den HC Erlangen ist um 16.30 Uhr in der PSD Bank Nürnberg Arena. Nach der Niederlage gegen die Füchse Berlin und dem 29:29 gegen Göppingen soll vor allem wieder mehr Konstanz ins eigene Spiel kommen.

Es war ja nicht alles schlecht. Acht Tore aufzuholen, davor habe ich Respekt
Gudjon Valur Sigurdsson über das Spiel gegen Göppingen

Besonders die erste Halbzeit gegen Göppingen hat die Mannschaft in den vergangenen Tagen intensiv aufgearbeitet. „Da haben wir alles, was wir seit Dezember gut machen, nicht konsequent genug gemacht“, sagte VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. Dennoch habe die Mannschaft nach dem Acht-Tore-Rückstand Moral bewiesen. „Es war ja nicht alles schlecht. Acht Tore aufzuholen, davor habe ich Respekt“, erklärte der Isländer.

Als Grund für die vielen Fehler machte Sigurdsson vor allem fehlende Konzentration und Klarheit im Kopf aus. „Wenn wir 14 technische Fehler machen, dann hat das nichts mit frischen Beinen zu tun, sondern mit der mentalen Frische“, sagte der Trainer.

Wichtige Punkte im Saisonendspurt

Nun richtet sich der Fokus aber auf Erlangen. Die Franken stehen aktuell auf Rang 14 und kämpfen weiter um den Klassenerhalt. Auch wenn den Erlangern durch die Ausfälle von Andri Mar Runarsson und möglicherweise Viggo Kristjansson etwas die Breite im Kader fehle, verfüge die Mannschaft weiterhin über viel „Wucht und Wurfqualität“, so Sigurdsson. Besonders Marek Nissen hob der VfL-Coach hervor: „Wenn Marek Nissen einen guten Tag hat, wie gegen Leipzig, hat er einen Wurf wie Miro Schluroff.“

Entscheidend werde aber sein, zur eigenen Stärke zu finden. „Das ist das A und O, das ist das Wichtigste“, betonte der Trainer. Vor allem das Tempospiel habe zuletzt nicht wie gewohnt funktioniert. „Gegen Berlin und gegen Göppingen haben wir das nicht gut genug gemacht.“

Personell muss der VfL am Sonntag neben Julian Köster auch auf Ellidi Vidarsson verzichten. Vidarsson hatte sich im Spiel gegen Frisch auf Göppingen eine Gehirnerschütterung zugezogen und konnte seitdem nicht wieder ins Training einsteigen. Damit fehlen beide Mannschafskapitäne, weshalb Tom Kiesler als Kapitän in Nürnberg auflaufen wird. Mathis Häseler wird trotz leichter Beschwerden am Fuß mit nach Nürnberg reisen und auch bei Miro Schluroff scheint einem Einsatz nichts im Wege zu stehen. „Der Finger braucht ein bisschen Tape und Unterstützung“, sagte Sigurdsson

Trotz der zuletzt schwankenden Leistungen verliert Sigurdsson den positiven Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft nicht. „Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir auf Platz vier stehen, hätte ich gesagt Danke.“ Gleichzeitig fordert er von seinem Team mehr Konstanz: „Ich möchte aber, dass wir unsere Leistungen stabilisieren.“