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HaushaltsberatungGummersbacher Grünen-Fraktionschef nennt Feuerwehr „Spielplatz für Männer“

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Aktuell ist das Areal am Dieringhauser Gerätehaus von einem Bauzaun umgeben. Die Stadt plant des Ausbau des Parkplatzes nebst Zaunanlage und Schranke.

Konrad Gerards stellte Kosten für Parkplatz am Gerätehaus in Dieringhausen in Höhe von 380.000 Euro in Frage.

Grünen-Fraktionschef Konrad Gerards hat sich im Hauptausschuss mit seinem Kommentar zur Feuerwehr nicht gerade beliebt gemacht. Er sagte, dass die Feuerwehr „ein großer Spielplatz für Männer“ sei. Konkret ging es ihm um eine Position im städtischen Haushalt 2026. Dort sind für den Ausbau des Parkplatzes für die Kameraden 380.000 Euro veranschlagt. „Damit die Feuerwehr dort parken kann“, wie Gerards es vereinfacht auf den Punkt gebracht wissen wollte. Und die Kosten mit denen für ein Einfamilienhaus gleichsetzte.

Doch kaum ausgesprochen, reagierte Bürgermeister Raoul-Halding-Hoppenheit. Er sei froh und dankbar 430 Aktive in der Wehr zu haben. Und es sei auch keine reine Männerleidenschaft. Mit Blick auf die Situation am Gerätehaus vis a vis der Aggerhalle sagte der Bürgermeister, dass dort Parkdruck herrsche. „Krethi und Plethi parken da, egal welche Schilder aufgestellt werden.“ Daher habe ihn die Wehrführung vor Ort gebeten, das Areal zu umzäunen und eine Schrankenanlage zu errichten. Das mache Sinn, denn wenn die Kameraden bei einem Einsatz ankämen, dann bräuchten sie ihre Parkplätze. „Da zählt dann jede Sekunde.“

Karl-Heinz Richter (CDU), selbst Berufsfeuerwehrmann gewesen und seit Jahrzehnten in der Gummersbacher Wehr tief verwurzelt, war „erstaunt“ über die Wortwahl von Gerards. Die Männer und Frauen der Wehr übten ein Ehrenamt aus. Den Vergleich mit Spielzeug weise er zurück. „Da geht es um die Rettung von Menschenleben und die Bewahrung von Gütern “ , betonte der Niederseßmarer. Erst kürzlich war auch bei einem Rundgang mit dem Bürgermeister die Situation am Gerätehaus deutlich geworden. Aktuell ist der Parkplatz von einem Bauzaun umgeben. Und unübersehbare Schilder weisen darauf hin, dass die Fläche nur für die Fahrzeuge der Einsatzkräfte ist. Konrad Gerards indes, der mit einer solchen Reaktion im Ausschuss nicht gerechnet hatte, sagte, dass er das „nicht so gemeint“ habe.