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MillionenprojektKlinikum baut in Gummersbach neues Parkhaus

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Luftbild des Klinikums.

Die grün hinterlegte Fläche zeigt den Parkplatz, auf dem das Klinikum noch ein Parkhaus mit 200 Stellplätzen bauen will. 

Die Stellflächen in der Gummersbacher Berstig reichen hinten und vorne nicht mehr aus. Einstimmiges Votum aus der Politik.

Die Parkplatznot am Kreiskrankenhaus Gummersbach ist unübersehbar. Schon vor Monaten hatte Klinikumsgeschäftsführer Sascha Klein in einem Interview mit dieser Zeitung den Bau eines Parkhauses angekündigt. Diese Pläne waren nun auch Thema im Gummersbacher Stadtentwicklungsausschuss, wo die Verwaltung die Pläne des Krankenhauses vorstellte und erläuterte. Fachbereichsleiter Francis Jovan sagte, dass das Klinikum mit extremem Parkdruck kämpfe, einhergehend mit Suchverkehr rund um das Krankenhaus. Die Stadt halte das Vorhaben für eine „sinnvolle Maßnahme“, wie Jovan weiter sagte. Im ersten Schritt gehe es nun darum, Planungsrecht zu schaffen. Danach wolle die Klinik die Maßnahme für einen Generalunternehmer ausschreiben. Nach den aktuellen Überlegungen soll das Parkhaus auf die bestehenden Parkplätze aufgesetzt werden.

200 zusätzliche Parkplätze

So würden bis zu 400 Stellplätze auf weitgehend versiegelten Flächen bereitgestellt, sprich 200 zusätzliche. Wie die Verwaltung berichtete, sollen die Gehölze, die jetzt schon den Parkplatz, der unmittelbar an das RPP (Gesellschaft für Rehabilitation, Prävention und Pflege) angrenzt, in den Randbereichen erhalten bleiben. Auch eine Fassadenbegrünung könne man sich vorstellen. Die Höhe des neuen Baukörpers reicht von bis zu 14 Meter im oberen Bereich bis hin zu 20 Meter talseitig. Der Höhenunterschied resultiert daraus, dass das Baugrundstück in Richtung RPP abfällt. Alle für den Bau erforderlichen Gutachten hat der Bauherr bereits erstellen lassen, so dass es im Fachausschuss weder eine Frage noch eine Diskussion gab. Einstimmig votierte das Gremium für die Aufstellung des erforderlichen Bebauungsplanes und dessen Offenlage.

Gefragt nach der Zeitschiene sagte Klinikumsgeschäftsführer Sascha Klein dieser Zeitung, dass das Vergabeverfahren für das neue Parkhaus bereits eingeleitet wurde. „Die Beauftragung ist für Ende des ersten Quartals 2027 vorgesehen“, so Klein. Dabei sollen Planung und schlüsselfertige Errichtung aus einer Hand erfolgen. Angaben zum Baubeginn und zur Fertigstellung kann er derzeit noch nicht machen. Die aktuelle Kostenschätzung liegt bei 4,5 Millionen Euro. Für das neue Parkhaus sind ein barrierefreier Zugang mit Aufzug, Stellplätze für Menschen mit Behinderung sowie Eltern-Kind-Stellplätze vorgesehen. Geplant sind außerdem Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge und optional eine Photovoltaikanlage auf der zumindest teilweise überdachten obersten Ebene. Während der Bauphase sollen Sperrungen der vorhandenen Parkfläche möglichst kurz gehalten werden.

Die jetzt besprochene Erweiterung des Parkraumangebots ist laut Klein unabhängig von der geplanten Verlagerung der Kardiologie nach Gummersbach erforderlich. „Bereits heute sind die vorhandenen Parkplätze stark ausgelastet. Mit dem neuen Parkhaus wollen wir die Situation für Patienten, Besucher und Beschäftigte verbessern und dem bestehenden Bedarf Rechnung tragen. Die Umsetzung ist daher nicht an den Zeitplan der Kardiologie gebunden“, so der Geschäftsführer. Wann die Kardiologie nach Gummersbach umzieht, steht demnach noch nicht fest. Nach wie vor geplant ist ein Anbau am Kreiskrankenhaus Gummersbach. „Aktuell laufen hierzu die vorbereitenden Planungen. Weitere Angaben zur baulichen Ausgestaltung und Umsetzung sind erst mit fortschreitender Planung möglich“, sagt Klein.