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Messe „Mein Zuhause“Informationen von Dachziegel bis Wärmepumpe

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Zahlreiche Informationsgespräche führten auch Dennis Warkentin (l.) und Alex Balandin von der Firma Tepto auf der Messe.

Zahlreiche Informationsgespräche führten auch Dennis Warkentin (l.) und Alex Balandin von der Firma Tepto auf der Messe.

Mehr als 40 Aussteller boten bei der 13. Auflage der Messe „Mein Zuhause“ ein vielfältiges Angebot von Bauen bis Sanieren.

Der Trend ist bundesweit erkennbar und zeichnete sich auf dem Bau- und Immobilienmesse „Mein Zuhause“, die am Wochenende in der Gummersbacher Halle 32 stattfand, deutlich ab: Weniger Neubauten, dafür mehr Umbauten, Aufstockungen und Sanierungen.

Der Markt verändere sich immer wieder, bis vor kurzem habe es noch einen Schwerpunkt bei Solaranlagen und Wärmepumpen, energetischer Sanierung und der Beratung dazu gegeben, mittlerweile stehe der vorhandene Bestand im Mittelpunkt, der erweitert, renoviert oder saniert werde, sagt Oliver Bosch vom Veranstalter Mattfeltd & Sänger. Das liege zum einen an den hohen Grundstücks- und Immobilienpreisen, zum anderen auch an der Nachfrage. Es fehle einfach an Wohnraum.

Bedarf an Wohnraum in Oberberg steigt

Und das gilt auch in Oberberg, wie Felix Ammann, der als Dezernent des Kreises auch für die Bereiche Bauen, Immobilien und Liegenschaften zuständig ist, betont. Die Bevölkerung wachse in Oberberg, der Bedarf an Wohnraum, ob zur Miete oder als Eigenheim, steige, sagte er bei der Eröffnung der Messe. Auch Gummersbachs neuer Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit wies auf den steigenden Bedarf in der Kreisstadt hin, in Gummersbach lebten mittlerweile 53.000 Menschen. Die Fragen, ob Bauen, Mieten, Kaufen, Renovieren, Sanieren oder Anbauen, seien sehr komplex. Von daher begrüße er es sehr, dass es auf der Messe ein so vielfältiges Angebot an Informationen und Beratung zu genau diesen Fragen gebe. Und das alles kompakt in dem historischen Ambiente der Halle 32. Es sei ein Erfolgsrezept und er freue sich schon jetzt auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Mehr als 40 Aussteller und dazu in zwei Veranstaltungsräumen 20 Vorträge zu allen Themen rund um Bauen, Kaufen, Mieten, Sanieren und Energie, Sicherheit oder Förderungen sorgten für ein umfassendes Angebot an Informationen und praktischen Tipps. Wer auf der Suche nach einer gebrauchten Immobilie und einem Grundstück war, konnte sich an einer großen Exposéwand einen Überblick über die aktuellen Angebote in der Region verschaffen.

Messe ist auch eine Chance für Unternehmen

Die Messe sei auch eine Chance für die Unternehmen in der Region sich zu präsentieren, betonte Dezernent Ammann. Ein Aspekt, der auch dem Veranstalter wichtig ist. Neben bundesweit tätigen Firmen sei es entscheidend, gerade auch die regionalen Anbieter auf der Messe zu haben, so Bosch. Sie würden die lokalen Gegebenheiten sowie die Marktbedingungen genau kennen. Bei „Mein Zuhause“ profitierten die Besucher von kurzen Wegen, persönlichen Kontakten und individuellen Lösungen, das sei ein entscheidender Vorteil gegenüber anonymen Online-Angeboten.

Aktuell nicht mehr so im Fokus stehe das Thema Sicherheit, so die Erfahrung von Frank Jaeger und Tim Heitkamp von der Kreispolizeibehörde. Der Trend gehe zu Überwachungskameras, die direkt einen Alarm auf das Handy geben. Doch das schrecke die meisten Täter gar nicht ab, so Jaeger. Wichtig sei, es Einbrechern möglichst schwer zu machen, ins Haus zu gelangen. Sie zeigten, wie man ein Fenster so nachrüsten kann, dass ein Aufhebeln nicht oder kaum noch möglich ist. „Ein gekipptes Fenster ist ein geöffnetes Fenster“, so Heitkamp. Wer neue Fenster kaufe, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass sie einbruchssicher sind und nicht nur abschließbare Griffe hätten. Das sei zwar etwas teurer, mache sich im Zweifelsfall aber schnell bezahlt.

Der Markt verändert sich ständig. Mittlerweile steht nicht mehr Neubau, sondern der vorhandene Bestand im Mittelpunkt, der erweitert, saniert oder renoviert wird.
Oliver Bosch, Messeveranstalter

Auch energetische Sanierungen, Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen machten sich, gerade angesichts steigender Energiepreise, bezahlt. Darüber konnten sich die Besucher nicht nur auf dem Stand der Aggerenergie, sondern auch bei verschiedenen Anbietern von PV-Anlagen informieren. Wie eine Wärmepumpe funktioniert, wie die Technik bei Solarthermie aussieht, das zeigten die Fachleute am Stand der Tepto GmbH den Besuchern.

Der direkte Kontakt zu potenziellen Kunden, das ist auch für den Inhabergeführten Metallbaubetrieb von Frank Lüttringhausen aus Kierspe wichtig. Er zeigte anhand zahlreicher Beispiele Lösungen für Geländer, Vordächer, Haltestangen oder Befestigungen aller Art aus Edelstahl.

Gerne zu der Messe nach Gummersbach kommt auch Michael Haselhoff von der Firma Bedenkender Hausbau. Der direkte Kontakt sei nicht zu ersetzen, ist er überzeugt.