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Neue PläneNeues Kriegerdenkmal auf altem Friedhof in Gummersbach

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So soll das neue Denkmal auf dem Alten Friedhof in Gummersbach ausschauen.

Eine Sanierung der Gedenkstätte im Kerberg würde bis zu einer Million Euro kosten – Umzug in die Stadt favorisiert.

Wird das Kriegerdenkmal auf dem Kerberg saniert oder entschließt sich die Gummersbacher Politik dazu, auf dem alten Friedhof eine neue Gedenkstätte für die Gummersbacher Kriegsgefallenen zu errichten? Der marode Zustand des Denkmals auf dem Kerberg ist nicht neu. Der Gedanke, einen neuen Ort des Gedenkens unten in der Stadt zu schaffen, indes schon. Die Beweggründe liegen auf der Hand. Das alte Kriegerdenkmal auf dem Kerberg ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Die Einsturzgefahr an einigen Stellen ist so groß, dass die Stadt das Areal inzwischen mit einem Bauzaun abgesperrt hat.

Der Bauausschuss machte sich ein Bild vom Eindruck des alten Ehrenmals im Kerberg.

Eine Sanierung, das hat vor Jahren eine Machbarkeitsstudie eines Ingenieurbüros ergeben, würde 350.000 Euro kosten. Diese Summe steht auch im Haushalt der Stadt für das Jahr 2028. Doch Gummersbachs Erster und Technischer Beigeordneter Jürgen Hefner geht davon aus, das die Kosten inzwischen bei 800.000 Euro bis hin zu einer Million Euro liegen dürften. Hefner fragte die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses, ob man bereit sei, so viel Geld auszugeben. „Wir schaffen dort eine Situation, die langfristig immer gepflegt werden müsste. Bereits in der Vergangenheit kam es auf dem Kerberg immer wieder zu Treffen unterschiedlicher Gruppen, die mit der Anlage nicht friedlich umgegangen sind“, sagte Hefner. Und damit müsse man auch in Zukunft rechnen. Ein anderer Aspekt sei, dass die Funktion der Gedenkstätte als Ehrenmal für viele Gummersbacher nicht mehr gegeben sei: Die jährliche Kranzniederlegung auf dem Kerberg hätten in den letzten Jahren mit Blick auf den Anstieg immer weniger Menschen mitgemacht. Vor diesem Hintergrund habe man sich eine Fläche auf dem alten Friedhof angeschaut und für diese einen Planentwurf gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft erstellt. Die avisierte Fläche liegt in direkter Nachbarschaft zu einem Gräberfeld Gefallener des Ersten Weltkriegs, so dass sich eine neue Gedenkstätte gut einfügen würde.

Panoramaansicht des Ehrenmals, bevor es abgesperrt wurde.

Die Namen der Toten, die auf den Tafeln im Kerberg zu lesen sind, würden nach dem neuen Ansatz auf einer gefalteten Cortenstahlkonstruktion zu lesen sein. „Wir würden das dann auf dem alten Friedhof zu einer Gedenkstätte aus den verschiedenen Kriegen zusammenführen“, sagte Hefner. Die Kosten für das neue Kriegerdenkmal bezifferte er grob auf 100.000 Euro. Und was wird aus dem Kerberg? Das Ehrenmal dort würde Hefner so weit sichern, dass niemand gefährdet würde. Auch eine kleine Gedenktafel kann er sich gut vorstellen. Einen kompletten Rückbau indes würde er nicht ins Auge fassen. Vielmehr sollte man die Anlage der Natur überlassen.

Die Gummersbacher Politik, die die Pläne der Verwaltung bereits im Ältestenrat kennen gelernt hatte, äußerte sich durchaus positiv zu den Umzugsplänen. Karl-Heinz Richter (CDU) sagte, dass die CDU sich mit der Idee „gut identifizieren“ könne. Auch Oliver Kolken (SPD) kann sich mit der Gedenkstätte auf dem alten Friedhof „gut anfreunden“. So würde man dem Andenken an die Verstorbenen gerecht werden. Und man würde Folgekosten vermeiden. Mit Hinblick darauf, dass die SPD noch Beratungsbedarf hatte, wurde im Ausschuss noch kein Beschluss gefasst, welche Variante weiter verfolgt werden soll. Dennoch zeichnete sich bereits am Dienstagabend ab, dass die Mehrheit der Politik den Umzug auf den alten Friedhof favorisiert.