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Sanfte Klänge und Poesie Carina Harbich veröffentlicht erste CD

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Mit ihrer Stimme und der keltischen Harfe begeistert Carina Harbich viele Menschen für Celtic Folk.

Mit ihrer Stimme und der keltischen Harfe begeistert Carina Harbich viele Menschen für Celtic Folk.

Celtic Folk ist für Carina Harbich Liebe auf den ersten Klang, jetzt hat die Gummersbacherin ihre erste CD mit eigenen Songs herausgebracht.

„Als ich zum ersten Mal Celtic Folk hörte, traf es mich wie ein Blitzschlag. Ich wusste, das war Liebe“, erzählt Carina Harbich. „Es ist eine Musik, die mich wie keine andere glücklich macht.“

Seit knapp zehn Jahren tritt die in Gummersbach lebende Musikerin selbst auf und bringt keltische Lieder unters Volk. Harbich singt mit zarter, feengleicher Stimme und begleitet sich auf der Gitarre und der keltischen Harfe, die kleine Schwester der großen Konzertharfe. Ihre Songs hat sie fast alle selbst komponiert. Mit „Hie Away – Songs from the Poetic Realms“ legt Harbich nun ihre erste CD vor.

Mit einem alten Akkordeon fing alles an

Die heute 43-Jährige kam 1982 in Lindlar zur Welt, wuchs in Frielingsdorf auf und besuchte in Wipperfürth das St.-Angela-Gymnasium. „Meine Mutter hatte im Keller ein altes Akkordeon stehen, damit fing alles an. Ich habe Noten lesen und Musiktheorie gelernt.“ Dann fand sich im Haus noch eine Gitarre, schließlich entdeckte Harbich ihre Begeisterung für die keltische Harfe. Mit 16 oder 17 Jahren nahm sie ersten Unterricht. „Meine ganze Familie hat damals zusammengelegt, damit ich mir ein Instrument kaufen konnte“, erinnert sie sich.

Um Celtic Folk zu hören, pilgerte Carina Harbich regelmäßig zum Saturn nach Köln, damals einer der größten Plattenläden der Welt. Sie fing an, erste eigene Lieder zu komponieren. Eine Anthologie mit englischen Gedichten, vor allem aus der Romantik, lieferte die Texte. Sie preisen die Schönheit der Natur, die Fantasie und die Liebe. Zur Literatur hat die Oberbergerin von jeher ein enges Verhältnis, unter anderem arbeitet sie in der Buchhandlung Colibri in Wipperfürth.

Der erste Auftritt erfolgte im Jahr 2017

2017 hatte Harbich ihren ersten öffentlichen Auftritt, beim „Lesefieber“-Festival in Nümbrecht. „Das war ein Wohnzimmerkonzert vor vielleicht 20 Zuhörern, und ich hatte wahnsinniges Lampenfieber“, erinnert sie sich schmunzelnd.

Nach und nach baute sich Harbich ein eigenes Repertoire auf, wurde öfters für Feste und Konzert gebucht – bis die Corona-Pandemie alle Auftritte unmöglich machte. Aber neue Lieder schreiben, das ging. „In der Regel komponiere ich erst auf der Gitarre – bei der Harfe muss ich mehr Arbeit reinstecken.“

CD in einem privaten Tonstudio aufgenommen

Die Idee, eine eigene CD zu produzieren, war der nächste Schritt. Möglich war dies Dank Unterstützung von Reiner Pfesdorf aus Nümbrecht, der ein privates Tonstudio besitzt. „Die Arbeit dort war superaufregend, aber auch nicht easy“, erzählt sie mit leuchtenden Augen.

Warum eine CD? „Ich möchte den Zuhörern, die auf meine Konzerte gehen, etwas in die Hand drücken können.“ Ganz bewusst macht Harbich einen Bogen um kommerzielle Streaming-Plattformen wie Spotify. „Songs, die im Internet veröffentlicht sind, werden nicht selten geklaut, um damit eine Künstliche Intelligenz zu füttern“, weiß sie. Carina Harbich hat eine eigene Internetseite, dort soll es demnächst möglich sein, ihre Musik herunterzuladen.

Musik voller Geschichten und Gefühle

An einen Auftritt denkt die Oberbergerin besonders gerne zurück. „Das war bei einem Scheunenfest vor rund 80 Zuhörern, mein bislang größter Auftritt. Der Veranstalter hatte vergessen, einen Mikrofonständer zu organisieren. Wir haben kurzerhand selbst einen Ständer gebastelt, aus Abflussrohren.“

Auch in Zukunft will Harbich weiter keltische Folkmusik unters Volk bringen. „Diese Musik steckt voller Geschichten, Sehnsucht und Gefühle, deshalb berührt sie die Menschen so sehr. Manchmal fangen Zuhörer in meinen Konzerten an zu weinen. Das ist für mich das größte Lob.“

Die CD „Hie Away – Songs from the Poetic Realm von Carina Harbich ist erhältlich in der Wipperfürther Buchhandlung Colibri, Marktstraße 19, für zwölf Euro.