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Zinsüberschuss sinktBilanzsumme der Sparkasse Gummersbach klettert auf 2,75 Milliarden Euro

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Dirk Steinbach (r.) und Gunter Derksen stellten das Ergebnis der Sparkasse Gummersbach für das Jahr 2025 vor. 

Baukredite sind bei der Sparkasse Gummersbach nach wie vor gefragt.

Die Sparkasse Gummersbach hat im Geschäftsjahr 2025 ein Jahresergebnis von 21,2 Millionen Euro vor Steuern erzielt. Im Vorjahr waren es noch 27,2 Millionen. Nach Abzug von Steuern (7,4 Millionen) und der Zuführung von weiteren 10,7 Millionen Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken bleiben 3,1 Millionen Euro als Jahresüberschuss. Das sind rund 400.000 Euro weniger als im Vorjahr. Der Vorstandsvorsitzende Dirk Steinbach und Vorstand Gunter Derksen erklären die Veränderung mit einem „deutlichen Rückgang des Zinsüberschusses“. Dieser hatte 2024 noch 54,6 Millionen Euro betragen und ging 2025 auf 48,5 Millionen zurück. Dennoch zeigten sich die beiden nach dem „Rekordjahr 2024“ zufrieden mit dem Resultat und sprachen vom „drittbesten Ergebnis“ der Sparkasse Gummersbach. Das sehen die beiden Banker dann auch in der weiter wachsenden Bilanzsumme des Hauses bestätigt. Diese kletterte im Jahr 2025 von 2,67 Milliarden Euro auf 2,75 Milliarden.

Für die Sparkasse ist das ein „deutliches Zeichen für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung“. Steinbach und Derksen machten deutlich, dass die Rahmenbedingungen weiter schwierig seien. Geopolitische Unsicherheiten seien bedeutende Einflussfaktoren und mit Blick auf den Krieg am Golf setzten diese sich auch 2026 fort. Zunehmende Firmeninsolvenzen und leicht steigende Arbeitslosenzahlen nannten sie als weitere Beispiele dafür, dass die Herausforderung für private und geschäftliche Kunden komplex seien. Beim Thema Wohnungsmarkt wurde dann deutlich, was das für die Arbeit vor Ort bedeutet.

700 Finanzierungen für gebrauchte Immobilien in einem Jahr

Die Zahl neuer Immobilien, die bei der Sparkasse finanziert werden, habe deutlich abgenommen: 2025 waren es gerade einmal zwölf in den vier Kommunen des Instituts. Gleichzeitig kletterte die Zahl der finanzierten Gebrauchtimmobilien auf einen neuen Spitzenwert. 100 bis 200 Immobilien pro Jahr seien lange die Regel gewesen, sagte Derksen – 2025 waren es 700. Neu zu bauen sei immer teurer geworden, für viele sei der Traum nicht mehr realisierbar, sagten die beiden Vorstände. Dass das Kreditgeschäft im Privatbereich dennoch weiter steige, liegt vor allem an den Finanzierungen gebrauchter Immobilien. In Summe stieg das Volumen von 116,7 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 121,4 Millionen. Nach oben geht auch die Summe bei den Unternehmen, so dass über alle Bereiche die Darlehensauszahlungen sich auf 289,4 Millionen Euro addieren (2024: 259,8 Mio.)

Weiter steigend sind auch die Kundeneinlagen, über die letzten fünf Jahre um 10,25 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro. Addiert um den Wertpapierbestand (1,22 Milliarden Euro) kommt die Sparkasse Gummersbach im Jahr 2025 auf ein Kundenvolumen von 5,5 Milliarden Euro (2024: 5,2). Ausgeschüttet wurden 3,8 Millionen Euro. Dazu gehört auch die finanzielle Förderung von Vereinen und Institutionen. Zu diesem gesellschaftlichen Engagement gehören auch die Förderung aus Stiftungen, Sponsoring, Spenden und die Schuldnerberatung.


Bilanz in Zahlen

Ergebnis vor Steuern: 21,2 Mio. (2024: 27,1 Mio.)

Bilanzsumme: 2,75 Milliarden (2,67 Milliarden)

Kundeneinlagen: 2,16 Milliarden (2,08)

Kundenkredite: 2,12 Milliarden (2,04)

Mitarbeiter: 336, davon 30 Azubis

Girokonten: 63 500