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Eine Werkzeugbox für LindlarAusschuss stimmt für Gestaltungsleitfaden

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Der Lindlarer Ortskern, fotografiert vom Turm der Kirche St. Severin.

Der Ortskern soll im Rahmen des Isek attraktiver gestaltet werden.

Grünes Licht hat der Bauausschuss für nächsten Schritt des Isek gegeben, jetzt muss noch der Rat zustimmen.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) für den Ortskern stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Die Richtlinien zur Umsetzung des Hof- und Fassadenprogramms, zum Verfügungsfonds und der Gestaltungsleitfaden wurden als Empfehlung an den Gemeinderat, der das letzte Wort hat, beschlossen. Alle Beschlüssen fielen einstimmig.

Zuvor hatte Simone Derr vom Büro Dr. Jansen die Änderungen zum bisherigen Hof- und Fassadenprogramm erläutert. Zum einen wurde der Geltungsbereich in einigen Punkten genauer gefasst, zum anderen gab es redaktionelle Änderungen und einige Konkretisierungen, die sowohl das Verfahren als auch die Fördermöglichkeiten betreffen. Die Änderungen müssten beschlossen und der vorherige Beschluss aufgehoben werden, erläuterte sie. Zu den Änderungen zählt unter anderem, dass bei der Aufwertung von Fassaden und Dächern ausdrücklich auch recycelte Materialien verwendet werden können. Das Isek in Lindlar hat einen Schwerpunkt beim zirkulären Bauen, also bei der Wiederverwendung möglichst vieler Materialien. Das ist auch bei der aktuell laufenden Umgestaltung des Bereiches vor dem Kulturzentrum der Fall.

Knapp 200.000 Euro für das Fassadenprogramm

Für das Hof- und Fassadenprogramm sind über fünf Jahre 199.000 Euro zur Unterstützung der Privatmaßnahmen vorgesehen (50 Prozent Förderung von Bund und Land). Die Bagatellgrenze liegt bei 1000 Euro pro Maßnahme, die maximale Förderhöhe bei 3000 Euro.

Den aktuellen Stand des Gestaltungsleitfadens erläuterte Juliane Kopperschmidt. Sie zeigte auf, welche Möglichkeiten es gibt, den Ortskern zu attraktivieren, mehr Aufenthaltsqualität und mehr Grün zu schaffen, die Fahrrad- und Fußgängerfreundlichkeit zu erhöhen und dabei das zirkuläre Bauen zu berücksichtigen. Der Gestaltungsleitfaden sei ein Werkzeugkasten, der Möglichkeiten aufzeige, die angewendet werden können, aber nicht müssen.

Die Fraktionen lobten die Arbeit und die guten Ideen und hofften, dass auch der Einzelhandel von den Maßnahmen profitieren kann. Man könne den Leitfaden auch auf ganz Lindlar ausweiten.