Mit dem SV Frielingsdorf, dem TuS Lindlar und Eintracht Hohkeppel II spielen erstmals drei Lindlarer Fußballclubs in der Bezirksliga.
Bezirksliga-VorschauFrielingsdorfs Fußballer freuen sich auf jede Menge Lindlarer Derbys

Der SVF hat sein Plätzchen in der Liga gefunden. Und trotzdem warnt der Trainer: „Die zweite Saison als Aufsteiger ist immer ein Brett.“
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Nach dem Aufstieg im letzten Jahr kann der Lindlarer Club SV Frielingsdorf stolz auf seine erste Bezirksliga-Saison zurückblicken. Mit 46 Punkte belegte der SVF den sechsten Tabellenplatz. Dabei war die Spielzeit alles andere als einfach. „Wenn ich an die zahlreichen personellen Ausfälle vor allem in der Hinrunde denke“, erinnert sich Trainer Andy Dreiner, der nie mit einer Stammelf spielen konnte und oftmals auf die Hilfe der Reserve angewiesen war.
Im ersten Drittel der Saison hatte Frielingsdorf den zweitbesten Angriff
Hinzu kamen die „Kirmesergebnisse“, für die sein Team schnell bekannt wurde: „Es begann schon mit dem 6:5 bei Schwarz-Weiß Köln in einem verrückten Spiel.“ Es folgte ein beachtliches Remis gegen Jan Wellem und ein 7:3 in Brühl. Der Start war geglückt und vor den Duellen gegen die Topteams hatte sich sein Team schon ein kleines Polster erarbeitet. Und die Torfabrik lief weiter. Nach zehn Spieltagen hatte der Aufsteiger (29 Tore) nach Deutz den besten Angriff.
Allerdings auch 26 Gegentore, was Dreiner nicht so gut schmeckte. „Das war einmal Lehrgeld, aber auch unserer Spielweise geschuldet“, so der Coach, der sich mit seinen Jungs nie hinten einigelt wie andere Teams, sondern nach fußballerischen Lösungen sucht und sie findet. Zum Ende der Hinrunde rangierte der SVF mit 20 Punkten auf Platz zehn.
Die zweite Saison als Aufsteiger ist immer ein Brett. Zudem wird die Liga stärker.
Das neue Jahr begann mit zwei Niederlagen, aber dann kehrten nach und nach die Spieler zurück und die Ergebnisse entwickelten sich positiv. Am 22. Spieltag überraschte der SVF durch einen 5:1-Kantersieg gegen das Spitzenteam Südwest Köln. Es folgte eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen den späteren Meister SV Schönenbach und dann eine Super-Serie. Die letzten sieben Spieltage blieb das Dreiner-Team ungeschlagen bei nur einem Remis, sechs Siegen und 25:11 Toren – der SVF kletterte von Platz elf auf sechs. Zudem wurde Philipp Schmidt (19 Treffer) Torschützenkönig.
Jede Menge Lindlarer Derbys warten
„Wir können wirklich stolz sein auf diese Saison“, so Dreiner, der die Leistung gerne wieder bestätigen würde, aber auch genau weiß, wie schwer dies wird: „Die zweite Saison als Aufsteiger ist immer ein Brett. Zudem wird die Liga stärker.“ Und derbyreicher. Durch den Aufstieg des TuS Lindlar und die Meldung des SV Eintracht Hohkeppel II spielen erstmals drei Lindlarer Clubs in der Bezirksliga. Hinzu kommt der Kreisliga-Meister VfR Wipperfürth. „Ich bin selbst Wipperfürther und habe dort meine ersten Fußballschuhe geschnürt“, blickt der 37-Jährige zurück, der sich sehr auf die vielen Derbys freut.
Personell wird sich der Kader auf einigen Positionen verändern. Jesse Lück (SV Schnellenbach), Felix Krüger (FV Wiehl) und Julian Buss (SG Agathaberg) verlassen den Verein. Norman Lemke und Gianluca Fliedner hören auf. Neu dabei sind Lorenzo Provenzano (TuS Lindlar), Leon Schmidtke (SSV Süng) und Pascal Häger (SV Refrath/Frankenforst). Hinzu kommen noch zwei, drei junge Spieler, die den Kader komplettieren.
