Nach langen Jahren des Stillstandes geht es bei der Erweiterung des Gewerbegebietes Klause und dem Neubaugebiet An der Jugendherberge weiter.
Nach langem Stillstand geht es weiterNeue Pläne für Klause und An der Jugendherberge

Südwestlich des jetzigen Gewerbegebietes Klause soll die Erweiterung auf rund 34 Hektar erfolgen. Der Abstand zum Ort Weyer wird größer..
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Viele Jahre war es still um die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Klause und um das Neubaugebiet An der Jugendherberge. Dabei ist das Interesse der Bevölkerung ebenso groß wie die Bedeutung der Entwicklung dieser Gebiete für die Zukunft der Gemeinde Lindlar.
Im jüngsten Bau- und Planungsausschuss wurde der aktuelle Sachstand vorgestellt und Nicole Mirgeler, Fachleiterin Bauen, Planen, Umwelt, machte deutlich, dass wieder Bewegung in die Planungen gekommen ist. Sie stellte die Änderungen zu den bisherigen Plänen vor. Zuständig ist die Gemeinde für die Bauleitplanung, die Ausführung und Umsetzung ist Sache der gemeindeeigenen BGW (Bau-, Grundstücks- und Wirtschaftsförderungs-GmbH). Die Politik bedauerte, dass von der BGW niemand anwesend war, um etwa Fragen hinsichtlich der Kosten pro Quadratmeter und der geplanten Grundstücksgrößen zu beantworten.
Politik hatte zahlreiche Fragen
Die Erweiterung des Industriegebietes Klause wird kleiner ausfallen, als zuletzt vorgesehen und auch die Erschließung soll anders gelöst werden. Rund 35 Hektar umfasst die Gesamtfläche, ein Hektar davon ist für die Regenrückhaltung vorgesehen. Mirgeler stellte zwei Varianten vor, die sich im Wesentlichen in der Art der Erschließungsstraßen unterscheiden. Einmal ist ein innerer Ring geplant, einmal sind es Seitenarme. Es gibt eine nördliche Fläche und eine südliche Fläche mit 2,3 Hektar. Diese sind durch eine landwirtschaftlich genutzte Fläche getrennt. Wie sich in der Sitzung herausstellte, ist der Besitzer bereit, das Grundstück zu tauschen, so dass auch diese Fläche bebaut werden könnte und es eine zusammenhängende Erweiterung gebe. Diese Information soll an die BGW weitergegeben werden.
Erschlossen werden soll das neue Gewerbegebiet über den Schreinerweg. Hintergrund dafür, dass die Erweiterung kleiner ausfällt und damit einen größeren Abstand zur Ortschaft Weyer hält, ist der Denkmalschutz. Parallel zu Weyer und der K21 läuft südlich der geplanten Erweiterung eine gute erhaltene Landwehr. Sie ist ein eingetragenes Bodendenkmal. Angesichts der Großflächigkeit und der guten Erhaltung des Denkmals und dem damit verbundenen hohen Aufwand bei einer Überplanung, die eine Sichtbarmachung und dauerhaft Freihaltung sowie eine Beschilderung erfordert hätte, habe man den Bereich, nicht mehr in die Planungen einbezogen. Der Aufwand wäre zu hoch und zu teuer gewesen, so Mirgeler. Auf die Nachfrage, warum man diese Aspekte nicht bei der ersten Planung berücksichtigt habe, verwies sie auf geänderte Rahmenbedingungen im Denkmalschutz und darauf, dass sie erst seit kurzer Zeit mit der Bauleitplanung der Erweiterung beauftragt sei.
Rahmenbedingungen der ursprünglichen Planung sollen beibehalten werden
Die Politik betonte, dass die 2021 geforderte Schwerpunkte wie Nachhaltigkeit, Ökologie und zentrales Parkhaus in der Planung weiterhin berücksichtigt werden sollten. Einstimmig beschloss der Ausschuss, dass der Bebauungsplan geändert und die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung erfolgt.
Weiter geht es beim Baugebiet An der Jugendherberge. Hier wurde eine neue Grobplanung vorgestellt, weil die geplante Erschließung zu aufwendig und zu teuer sei und auch die Grundstücksgrößen eine Vermarktung erschweren würden, so Mirgeler. Der geplante Kindergarten entfalle, weil kein Bedarf mehr da sei. Die Politik forderte eine detaillierte Planung sowie mehr Informationen und nahm den aktuellen Sachstand zur Kenntnis.
