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SommerwettbewerbDieser Fund aus Sri Lanka schafft es bis nach Lindlar

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Peter Paul aus Lindlar und sein besonderes Urlaubsmitbringsel aus Sri Lanka - ein Nagel einer historischen Bahnstrecke.

Peter Paul aus Lindlar zeigt sein besonderes Urlaubsmitbringsel aus Sri Lanka: Es ist ein schwerer Eisennagel aus einer historischen Bahnstrecke.

Ein alter Schienennagel sollte mit nach Lindlar. Am Flughafen in Sri Lanka sorgte das ungewöhnliche Souvenir für Aufregung.

Ein bisschen Glück braucht man im Leben dann doch schon mal. Denn wenn man sich die Geschichte hinter dem besonderen Mitbringsel von Peter Paul aus Lindlar anhört, das er aus dem Urlaub auf Sri Lanka mitgebracht hat, dann könnte man sich durchaus auch einen anderen und nicht unbedingt so glimpflichen Ausgang vorstellen.

„Mein Mann Ulrich und ich sind 2016 im Urlaub auf der Insel Sri Lanka im Indischen Ozean gewesen. Die Reise haben wir damals selbst organisiert und waren dann auch, unter anderem, in der kleinen Stadt Ella, die im dortigen Hochland gelegen ist“, erzählt Paul. Eine der Attraktionen für Touristen aus aller Welt dort erinnert an die lange britische Kolonialherrschaft auf dem indischen Subkontinent – es ist eine Bahnstrecke, die einst von den Briten erbaut worden ist.

Peter Paul aus Lindlar und sein besonderes Urlaubsmitbringsel aus Sri Lanka - ein Nagel einer historischen Bahnstrecke.

Ein schwerer Eisennagel aus einer historischen Bahnstrecke, die einst noch die Briten gebaut haben.

„Sie stammt wohl aus dem frühen 20. Jahrhundert und ist bis heute erhalten. Man kann dort auch sehr schön spazieren gehen“, berichtet Ulrich Clever. Damals sind auf den Gleisen Menschen transportiert worden, aber natürlich auch Güter, Tee etwa. Tatsächlich gilt die Strecke heute als eine der berühmtesten der Welt, die Fahrt führt in fast sieben Stunden von Kandy über Nuwara Eliya bis nach Ella. Aber man kann sich eben auch wunderbar zu Fuß in der reizvollen Landschaft bewegen. „Das haben wir gemacht – und sahen einen alten Schienennagel im Gras liegen“, sagt Peter Paul. Den Lindlarern geht sofort ein Gedanke durch den Kopf: Das wäre doch ein schönes Mitbringsel.

Gesagt, getan. Der etwa 15 Zentimeter lange, etwas angerostete und sehr schwere Nagel wird eingepackt. „Man konnte sofort zuordnen, was es mit dem Gegenstand auf sich hatte – in den alten Bahnschwellen waren noch sehr viele Nägel verbaut, andere lagen neben den Gleisen“, schildert Clever.

Ein ungewöhnlicher Fund im Hochland

Die beiden sind viel gereist. Wenn es sich ergibt, bringen sie immer etwas Besonderes mit aus den Ländern, in die es sie führt. „Wir legen es jetzt nicht gerade darauf an, aber wenn wir etwas Schönes finden, dann bekommt das im Wohnzimmer einen neuen Platz“, verrät Paul. Da liegt eben auch der Eisennagel. „Wir waren auf Hochzeitsreise auf Bali, dort gibt es traditionelle Hochzeitsfiguren. Da haben wir, natürlich, zwei männliche Figuren mitgenommen – auch meiner Schwester haben wir ein Pärchen mitgebracht“, sagt der Krankenpfleger Paul.

Von einer Reise nach Vietnam haben sie besondere Anhänger mitgebracht, von den Seychellen eine „mittlerweile völlig vertrocknete Kokosblüte“ oder aus Laos Freundschaftsarmbänder. Dass nun aber der Nagel ebenfalls einen Platz in Oberberg findet, dazu wäre es beinahe nicht gekommen, erinnert sich Peter Paul lachend. „Wir haben noch eine Woche auf Sri Lanka verbracht, der Nagel war im Koffer. Wir sind dann irgendwann zum internationalen Flughafen in Colombo, um den rund 14-stündigen Heimflug anzutreten.“ Er habe in jenem Augenblick gar nicht mehr an den schweren Nagel im Koffer gedacht. „Wir haben unser Gepäck abgegeben und wollten eigentlich etwas essen gehen, es war noch einige Zeit bis zum Abflug“, sagt er.

Per Lautsprecher ausgerufen

Dazu kommt es allerdings erst einmal nicht. „Wir waren auf dem Weg zum Imbiss, als wir plötzlich über den Lautsprecher ausgerufen wurden“, blickt der Lindlarer zurück. Schnell begeben sich die beiden zur Gepäckaufgabe. Dort werden sie bereits erwartet. „Von Polizei und Sicherheitskräften, auch Militärangehörige waren dabei, alle schwer bewaffnet.“ Man habe wissen wollen, ob die deutschen Touristen so etwas wie „einen großen Gegenstand aus Metall im Koffer hätten“.

Peter Paul kann den zwar schnell aus dem Koffer fischen. „Aber verständlich machen, warum das für uns ein Erinnerungsstück an den Urlaub ist, das war dann doch schon etwas schwieriger.“ Ob das Flughafenpersonal das am Ende nachvollziehen kann oder nicht, das sei hingestellt. „Wir durften den Nagel aber mit nach Hause nehmen – man drückte ein Auge zu“, sagt Paul.


Urlaubsmitbringsel

Mit der Volksbank Oberberg haben wir Sie bei unserem Sommerwettbewerb 2026 nach Ihrem liebsten Urlaubsmitbringsel gefragt. Unsere Redaktion hat 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt, deren Geschichten wir nun in der Zeitung erzählen. Nach den Sommerferien bestimmt eine Jury, welche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer es auf die drei vorderen Plätze schaffen und welche auf die Ränge vier bis 20. Im Herbst werden die Finalisten in den Räumlichkeiten der Volksbank Wiehl geehrt.