Vor Schulbeginn und nach Schulschluss kommt es auf dem Ahrweg durch den Bring- und Holdienst der Eltern zu chaotischen Situationen.
Chaos im AhrwegSPD schlägt „Kiss-and-Ride-Zone“ an Grundschule Lindlar-West vor

Vor dem Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss ist die Verkehrssituation im Ahrweg teilweise chaotisch und für Kinder gefährlich.
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Die chaotische Verkehrssituation vor der Grundschule Lindlar-West und dem Kindergarten Spatzennest am Ahrweg war schon mehrfach Thema in der Politik. Vor Schulbeginn und nach Schulschluss entsteht durch die zahlreichen Elterntaxis eine unübersichtliche Situation, die für die Kinder gefährlich ist.
Der Parkplatz der Grundschule darf für das Bringen und Holen der Kinder nicht mehr genutzt werden. Das habe das Chaos in den Ahrweg verlagert und die Situation des Kindergartens Spatzennetz nicht berücksichtigt, meint die SPD, die in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates einen Antrag einbrachte, um das Problem zu lösen. Auch die Anwohner seien verunsichert, nachdem sie ein Schreiben erhalten hätten, das über die geplante Halteverbotsregelung im Ahrweg wochentags von 7 bis 16 Uhr informiert habe.
Ahrweg ist eine Sackgasse
Der Ahrweg ist eine Sackgasse mit einem Wendekreis am Ende. In der aktuellen Situation komme es dazu, dass in der Hol- und Bringzone geparkt werde, Eltern ausstiegen und ihre Kinder zur Schule oder Kita brächten. Der verbleibende Platz reiche für den Begegnungsverkehr nicht aus, es komme zur Rückstaus bis auf die Rheinstraße. Dort ließen einige Eltern ihre Kinder aussteigen, was ebenfalls zu gefährlichen Situationen führe. Auch die Busse müssten teilweise auf der Straße halten, da die Haltestelle zugestellt sei, schilderte Simone Quabach, die den Antrag der SPD begründete.
Der sei allerdings nicht eilbedürftig und solle im zuständigen Ausschuss diskutiert werden, wenn alle erforderlichen Abstimmungen abgeschlossen und die Stellungnahmen ausgewertet worden sei, so Bürgermeister Sven Engelmann. Zuständig für die verkehrsrechtlichen Anordnungen ist der Kreis. Ein Halteverbot im Ahrweg stehe nicht unmittelbar bevor, die Anwohner seien auch entsprechend informiert worden, so Engelmann. Der Kindergarten habe signalisiert, dass er mit der Hol- und Bringzone im Ahrweg einverstanden sei, so die Verwaltung.
Auch Bedenken bei der Kita
Das bezweifelte Jennifer Lunkewitz von den Grünen, die in der Einrichtung arbeitet. Es gebe durchaus ernstzunehmende Bedenken. Die Sicherheit der Kinder haben Vorrang vor der Bequemlichkeit des Parkens, es wäre wünschenswert, wenn viel mehr Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kämen, so der Tenor im Rat. Bei den Kindergartenkindern sehe das anders aus, da sei es absolut nachvollziehbar, dass sie von den Eltern bis zur Türe gebracht würden.
Monika Duchêne, Leiterin der Grundschule Lindlar-West betont, dass natürlich die Sicherheit aller Kinder oberste Priorität habe. Man habe zahlreiche Gespräche mit den Eltern geführt, auch das Ordnungsamt sei vor Ort gewesen. Und obwohl die Regelung, dass die Eltern nicht mehr auf dem Parkplatz fahren könnten, mit Beginn des Schuljahres eingeführt wurde, müsste sich noch einiges einspielen. Aber es sei schon besser geworden als zu Beginn.
Chaos entsteht durch die Elterntaxis
„Das punktuelle Chaos am Morgen entsteht ausschließlich durch den künstlich herbeigeführten Verkehr der Elterntaxis, nicht durch die parkenden Autos der Anwohner. Ein absolutes Halteverbot ist als reine ,Erziehungsmaßnahme’ gegen Eltern auf dem Rücken der unbeteiligten Anwohner völlig ungeeignet“, so die SPD in ihrem Antrag. Sie fordert, dass die angekündigten Maßnahmen im Ahrweg (Einrichtung eines absoluten Halteverbots, Hol- und Bringzone) vollständig aufgehoben und der Hol- und Bringverkehr der Grundschule wieder auf den Schulparkplatz verlagert wird.
Entweder könne man dort die Sicherheit mit einigen kostengünstigen Maßnahmen umsetzen oder einen Stadtplaner beauftragen. Die Sozialdemokraten schlagen die beiden jetzigen, parallel zur Rheinstraße verlaufenden Parkbuchten, durch Entfernung des Grünstreifens zu einer durchgehenden „Kiss & Ride“-Spur zusammenzulegen und um einen Meter zu verbreitern. Zudem soll auf den bestehenden Rasengittersteinen ein rund ein Meter breiter Streifen zum Gehweg umgebaut werden. Die Abgrenzung zur Fahrspur sollte durch Baken oder eine Fahrbahnmarkierung erfolgen.
