Einrichtung für Demenzkranke war rasch geräumt.
Einrichtung für DemenzkrankeBrennende Matratze löst in Marienheide Großeinsatz aus

Die Marienheider Feuerwehr war mit 40 Kräften im Einsatz.
Copyright: Andreas Arnold
Ein Großaufgebot an Feuerwehrmännern, Notärzten und Rettungssanitätern ist am Mittwochmittag in einer Einrichtung für Demenzkranke im Marienheider Ortskern im Einsatz gewesen. Grund war eine in Brand geratene Matratze in einem Zimmer der Bewohner. Dank des beherzten Vorgehens der Beschäftigten und dem raschen Eintreffen der Feuerwehr wurde niemand verletzt. „Die Feuerwehr wurde um 12.33 Uhr alarmiert und zur Demenzgemeinschaft gerufen“, berichtet Niklas Lomberg als Pressebeauftragter der Freiwilligen Feuerwehr Marienheide. Zuvor hatte die Brandmeldeanlage in der Einrichtung ausgelöst. Ein Einsatz, den die Feuerwehr öfter habe, wie Lomberg sagte.
Allerdings sei die Alarmierung schon eine Minute später auf das Stichwort „Brand drei Gebäude“ erhöht worden, was wiederum ein sehr hohes Alarm-Stichwort sei. Hintergrund war, dass die Leitstelle die Information bekommen hatte, dass es in einem der Zimmer brennen sollte. Auf den Weg zur Ringmauer machten sich so dann die Einheiten Marienheide, Kempershöhe, Kalsbach mit diversen Einsatzmitteln und vielerlei Einsatzkräften. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte von der Feuerwehr unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Frank Hartkopf im Einsatz. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit zahlreichen Kräften vor Ort, dazu zwei Notärzte, der leitende Notarzt und der organisatorische Leiter Rettungsdienst. Auch Oberbergs Kreisbrandmeister Julian Seeger machte sich ein Bild von der Lage.
Kaum waren die ersten Kräfte dann an der Einsatzstelle wurde die brennende Matratze nach draußen befördert und dort abgelöscht. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung seien bereits vor dem Eintreffen der Marienheider Feuerwehr durch das Personal aus dem Gebäude geführt worden, berichtet Lomberg. „Wir haben hier keine Menschenrettung in dem Sinne durchführen müssen. Das ist alles vorher gelaufen. Das war alles sehr vorbildlich“, so der Pressesprecher. Der Rettungsdienst habe eine Sichtung der Personen durchgeführt und auf eine mögliche Rauchgasvergiftung hin untersucht. Doch bei keinem habe sich dieser Verdacht bestätigt. Insgesamt waren 13 Personen in dem Gebäude. Nachdem die Feuerwehr das Gebäude, das ehemalige katholische Jugendheim, einmal durchgelüftet habe, hätten die Menschen wieder ins Innere gekonnt.
