Der Dr.-Oscar-Kayser-Platz wird umgestaltet. Am Mittwochvormittag fand im Ortskern von Marienheide der offizielle erste Spatenstich statt.
Erster SpatenstichOrtskern von Marienheide erhält ein neues Gesicht

Bürgermeister Sebastian Heimes (l.) mit einem Granitstein, der später wieder verwendet werden soll.
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Schwere Baumaschinen arbeiten seit einigen Tagen auf dem Dr.-Oscar-Kayser-Platz. Das Bauunternehmen Schulte Nachfolger aus Wipperfürth hat den Auftrag, den Platz im Ortskern aufzugraben, damit er neu gestaltet werden kann. Am Mittwochvormittag hatte die Gemeinde Marienheide zum offiziellen ersten Spatenstich eingeladen.
Doch statt zum Spaten griff Bürgermeister Sebastian Heimes zum Bohrhammer, und löste damit einen der eingelassenen Granitsteine aus dem Pflaster. Die Steine werden während der Bauarbeiten zwischengelagert und sollen am Ende wieder eingesetzt werden. Der erste Granitstein soll auf dem Schreibtisch von Heimes seinen Platz finden.
Das Gesamtprojekt soll 4,7 Millionen Euro kosten
In einer kurzen Ansprache fasste der Bürgermeister die wichtigsten Eckpunkte des Bauvorhabens zusammen. Die Umgestaltung von Dr.-Oscar-Kayser- und Heier Platz ist der vierte und letzte Bauabschnitt des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Isek). Für den Umbau des 1900 Quadratmeter großen Kayser-Platzes wird mit Kosten von 1,2 Millionen Euro gerechnet, für die Sanierung und Neugestaltung des Heier Platzes – er umfasst eine Fläche von 4400 qm – sind weitere 3,5 Millionen Euro vorgesehen.
30 Prozent dieser Summe muss die Gemeinde Marienheide selbst aufbringen, der Rest sind Fördermittel des Landes. Weil der Förderzeitraum 2027 endet, muss die Gemeinde bei der Bezirksregierung eine Verlängerung beantragen. Hinzu kommt die Sanierung der Tiefgarage unter dem Heier Platz, sie ist aber nicht Teil des Isek und wird deshalb auch nicht gefördert.
Auch die Tiefgarage muss saniert werden
„Die Kosten dafür kennen wir noch nicht“, sagte Klaus Marenbach vom Ingenierbüro Donner und Marenbach. Denn wie gut oder wie schlecht der Zustand der Tiefgarage wirklich ist, wird sich erst zeigen, wenn die Abdeckung des Bauwerks entfernt wird.
Der Kayser-Platz soll künftig drei Funktionen erfüllen. Zunächst einmal dient er als zentrale Parkfläche für bis zu 27 Autos, zwei Plätze werden mit E-Lademöglichkeiten im Bordstein ausgeführt. Dafür fallen die Parkplätze auf dem benachbarten Heier Platz künftig weg. Fahrradständer sind ebenfalls vorgesehen.
Zweitens soll der Wochenmarkt künftig auf dem Kayser-Platz stattfinden. Und zum dritten soll der Platz, vor allem durch die Anpflanzung von Bäumen und Büschen, mehr Aufenthaltsqualität gewinnen. Davon werden nicht zuletzt die Marienheider Jugendlichen profitieren, denn das neue Jugendzentrum „Oscar’s“ liegt direkt am Kayser-Platz. Laufen die Arbeiten wie geplant, soll der Dr.-Oscar-Kayser-Platz im Frühsommer 2027 fertig sein.
Dann geht es weiter mit der Sanierung der Tiefgarage und der Umgestaltung des Heier Platzes, die in zwei Abschnitten durchgeführt werden soll. Der Heier Platz als neue Attraktion und Treffpunkt im Ortskern wird ausgestattet mit Spielgeräten, einem Wasserspiel, Bänken zum Verweilen und viel Grün. Zusätzlich vorgesehen ist ein Trinkwasserspender – wichtig in zunehmend heißen Sommern. 2029 sollen alle Bauarbeiten im Rahmen des Isek abgeschlossen werden.
Das Thema Parkplätze ist in Marienheide immer gut für Diskussionen. Zwei Bürgerinitiativen, die mehr Parkraum im Ortskern forderten, hatten 2018 und 2022/23 den ursprünglichen Isek-Zeitplan durcheinandergewirbelt. Der Bürgermeister versprach, dass die Parkfläche auf dem Heier Platz erst dann gesperrt wird, wenn auf dem Dr.-Oscar-Kayser-Platz die neuen Parkplätze zur Verfügung stehen.

