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„Die Räuber“Gummersbacher Quartettverein hat sich für Marienheide etwas einfallen lassen

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Ein Mann singt zur Gitarre.

Als Gastsolist trägt Ján Rusko Dvořák-Lieder vor und begleitet sich dabei selbst auf der Gitarre.

Der Räuber-Chor steht für musikalische Qualität mit Unterhaltungswert. So wird es auch beim Gastspiel in der Montfortkirche sein.

Auf ihren musikalischen Raubzügen ziehen die Gummersbacher Sänger gern weitere Kreise. Wie schon im vergangenen Jahr gastiert der Quartettverein „Die Räuber“ am morgigen Sonntag, 17. Dezember, 17 Uhr, in der katholischen Montfortkirche in Marienheide, Klosterstraße 6. Der vielversprechende Titel des Adventsabends lautet „Weihnachtszauber“.

Viele Jahre lang nutzte der Gummersbacher Männerchor die Gimborner Kirche für sein traditionelles Weihnachtskonzert. Dass er nun erneut in der Montfortkirche singt, liege nicht zuletzt an der besseren Erreichbarkeit auch bei winterlichen Verkehrsverhältnissen, sagt Chorvorsitzender Jürgen Trautner. „Außerdem haben wir dort eine schöne Atmosphäre und eine gute Akustik.“

Arrangement von Gus Anton

Trautner kündigt ein typisches Räuber-Programm an, das musikalische Qualität mit Unterhaltungswert verbindet. Zu Gehör bringen die Sänger klassische Weihnachtslieder, aber teils in ungewohnten Versionen, beispielsweise „O Tannenbaum“ in einem fast jazzigen Arrangement des langjährigen Chorleiters Gus Anton. Dessen Nachfolger Maurizio Quaremba lässt seine Sänger zudem ein Spiritual vortragen und sowohl in seiner italienischen Muttersprache als auch auf Latein singen. Die Räuber treten teils mit Klavierbegleitung von Gero Meißner auf, teils a cappella, teils in einem vierköpfigen Kleinensemble. Sänger Harald Stein trägt weihnachtliche Rezitationen bei.

Dazu kommen Solovorträge, zum einen vom choreigenen Bariton Hans-Josef Klee, der Adolphe Adams „Heilige Nacht“ interpretiert. Zum anderen bereichert Ján Rusko erneut das Männerchorprogramm. Der Kölner Tenor mit slowakischen Wurzeln begleitet sich selbst auf der Gitarre, wenn er sechs „Biblische Lieder“ von Antonín Dvořák vorträgt, und zwar in der tschechischen Originalsprache. Geschrieben hat sie der heimwehkranke Komponist 1894 in New York.

Heimweh wird es weniger sein, an was die 20 Gummersbacher Sänger beim Ausflug nach Marienheide erkrankt sein werden. Chorvorsitzender Jürgen Trautner sorgte sich in den vergangenen Tagen eher um Corona und andere Viren, die den Krankenstand erhöhen. „Da geht es uns nicht anders als dem Rest der Bevölkerung.“ Bei den Proben hätten seine Sänger aber „Feuereifer“ bewiesen, und so verspricht er für den „Weihnachtszauber“ in der Montfortkirche am Sonntag einen satten Männerchorklang.

Karten kosten 20 Euro und sind im Vorverkauf noch erhältlich bei Harald Stein, (0 22 61) 2 36 11, aber auch an der Abendkasse.