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Vorschläge werden gesammeltMorsbach sammelt mit Bürgern Ideen für Klimaschutzkonzept

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Klimaschutzmanagerin Morsbach steht vor einer Tafel und sammelt erste Vorschläge für die Verkehrswende.

Bei dem Workshop sammelte Klimaschutzmanagerin Michelle Zimmermann erste Vorschläge für die Verkehrswende in Morsbach.

Bürgermeister Jörg Bukowski ist überzeugt: „Klima- und Umweltschutz ist ein Projekt, das nur gelingt, wenn alle mitmachen.“ Am Mittwoch begrüßte er bei der Auftaktveranstaltung zur Aktion „Klimafreundliche Mobilität“ in der Morsbacher Kulturstätte rund 50 Teilnehmer.

Bukowski betonte, dass bei diesem Thema nicht nur an Photovoltaik oder eine engere Taktung des ÖPNV gedacht werden dürfe, sondern vor allem der „MIV“ besonderes Augenmerk erfahren müsse. Mit einem Schmunzeln erklärte er, dass mit dieser Abkürzung natürlich keine Geruchsbelästigung gemeint sei, sondern der „motorisierte Individualverkehr“. Denn in Morsbach gebe es etwa gleich viele Ein- und Auspendler, die tagtäglich zur Arbeit fahren.

Diese Mängel sehen Bürgerinnen in Morsbach

Olav Hunting von „energielenker projects“ berichtete in seinem Vortrag zum Ablauf des Morsbacher Klimaschutzkonzepts, dass die Treibhausgasemissionen in Deutschland seit 1990 in vielen Bereichen, nicht aber im Straßenverkehr zurückgegangen seien. Gerade wegen der besonderen topografischen Gegebenheiten in der Gemeinde müssten zukunftsorientierte Strategien entwickelt werden, die eine langfristige Mobilität unabhängig vom Alter sichern.

Dabei sei es von besonderer Bedeutung, die Bevölkerung von Anfang an mit einzubeziehen.Michelle Zimmermann, seit Januar Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, sagte: „Das Klimaschutzkonzept ist eine Chance, die klimarelevanten Maßnahmen und die Mobilität in der Gemeinde mitzugestalten.“

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Sie bat um eine Aufteilung der Gäste in drei Gruppen, die sich bei dem anschließenden Workshop den Fragen widmen, was hinsichtlich der Mobilität in Morsbach bereits nachhaltig ist, welche Möglichkeiten es noch gibt und welche Chancen und Risiken mit der Umsetzung verbunden sind.

Bei einer ersten Auswertung zeigte sich, dass die zentrumsnahe Lebensmittelversorgung in Morsbach, die Photovoltaikförderung und die ausgebauten Wanderwege positiv wahrgenommen werden. Laut Zimmermann seien Mitfahrbänke und Mobilstationen bereits geplant. Bemängelt wurden etwa fehlende Park&Ride-Parkplätze, eine unzureichende Auslastung von Linien- und Bürgerbussen sowie häufige Fahrten von Elterntaxis.

Als Risiken benannt wurden die Überlastung der Stromnetze durch vermehrte E-Mobilität – und die Sorge, dass das jetzt geplante Konzept später nicht umsetzbar ist.

So können sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen

Wer nicht an der Auftaktveranstaltung teilnehmen konnte, kann seine Ideen per Mail direkt an michelle.zimmermann@gemeinde-morsbach.de senden. Darüber hinaus ist seit Mittwoch eine Ideenkarte unter www.morsbach.de/klimaschutzmanagement online. In diese digitale Karte können Ideen, Anregungen und gute Beispiele für mehr Klimaschutz eingetragen werden.