Wipperfürth/Kürten – Die Ökumenische Hospizinitiative mit ihren Angeboten weiter bekanntzumachen: Dies , ist ein Anliegen von Tanja Wagner. Die 44-Jährige ist seit März gemeinsam mit Maria Winter Koordinatorin der Initiative und Nachfolgerin von Regina Löhr.
Die Mutter von zwei Kindern hat Erfahrung in der Begleitung von Sterbenden. Sie ist gelernte Krankenschwester, arbeitete an einem Kölner Krankenhaus auf der Intensivstation und wechselte dann nach Wipperfürth in ein Seniorenheim. Dort sei der Umgang mit Sterbenden und ihren Angehörigen viel persönlicher gewesen, als auf der Intensivstation und die Aufgabenstellung eine andere, erzählt sie.
Erfahrung in der Sterbebegleitung
Im Heim habe sie die Hospizinitiative und ihre Arbeit kennengelernt. Das sei eine gute Ergänzung zu den Angeboten im Heim. Auch im privaten Bereich habe sie Erfahrung mit Sterbebegleitung gemacht und es sei ihr ein Anliegen, dass die Menschen in Würde sterben und Abschied nehmen könnten. Der Wechsel zur Hospizinitiative sei quasi die logische Weiterentwicklung ihrer Arbeit, meint die gebürtige Kölnerin. Ihre Einarbeitungsphase sei fast abgeschlossen, viele Kontakte geknüpft. Die Netzwerkarbeit sei für die Hospizinitiative sehr wichtig, und deshalb soll sie noch weiter ausgebaut werden. Ob Ärzte, Seniorenheime, Krankenhäuser, Pflegedienste, andere Hospizinitiativen oder der Runde Tisch Palliativ, es gebe einen regelmäßigen Austausch.
Die Öffentlichkeitsarbeit möchte die Koordinatorin ebenfalls weiter pflegen. So war sie jetzt mit einigen der rund 40 Ehrenamtlern auf dem Wipperfürther Wochenmarkt. „Die Resonanz war sehr gut. Aber es gibt immer noch viele Menschen, die uns nicht kennen, obwohl wir schon seit 21 Jahren aktiv sind“, berichtet sie. Immer mehr Menschen wollten Zuhause in ihrer gewohnten Umgebung sterben.
Die Nachfrage nach Sterbe- aber auch nach Trauerbegleitung steige und es sei gut, dass die Initiative so viele qualifizierte ehrenamtliche Hospizbegleiter habe. Der nächste Befähigungskurs findet im Herbst statt. Genügend Ehrenamtler sind die eine, die Finanzierung eine andere Sache. „Ohne Spenden geht es nicht“, betont Wagner. Und so will sie sich künftig auch verstärkt an Firmen wenden, und um finanzielle Unterstützung für die Ökumenische Hospizinitiative werben.
Die Arbeit der Ökumenischen Hospizinitiative im Überblick
In der Ökumenischen Hospizinitiative sind ehrenamtliche Helfer aktiv, die intensiv für ihre Arbeit geschult wurden und von hauptamtlichen Koordinatorinnen begleitet werden. Sie unterliegen strenger Schweigepflicht. Träger ist die Ökumenische Initiative.
Die Hospizarbeit kümmert sich um schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen und ihre Angehörigen. Die Initiative begreift Sterben als Teil des Lebens und will zu einem menschenwürdigen Sterben beitragen, aktive Sterbehilfe lehnt sie ab.
Von der Diagnose bis zum letzten Atemzug sollen die Menschen und ihre Angehörigen begleitet werden. Dazu setzt die Hospizinitiative nicht nur auf die ehrenamtlichen Mitarbeiter sondern auf ein dichtes Netzwerk mit Seelsorgern, Hausärzten, sozialen Diensten, Seniorenheimen und Krankenhäusern.
Zu den Angeboten der Hospizinitiative zählen:
•Sterbebegleitung
•Trauerbegleitung
•Palliative Beratung
•Patientenverfügung
•Trauercafé