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Robust und langlebigNümbrechter Firma Brehmer beliefert Landmaschinenhersteller und Rüstungsfirmen

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Firmenchef Thomas Brehmer gab am Donnerstag einen Einblick und hatte auch Soldaten wie Jan Pizzer als Redner eingeladen. Fotos: Arnold

Die Nümbrechter Firma Brehmer veranstaltete am Donnerstag eine Tec Day mit 260 Gästen. 

Die Firma Brehmer wurde im Jahr 2003 von Thomas und Anke Brehmer gegründet. Seitdem wuchs das Unternehmen rasant. Dabei fokussiert sich Brehmer auf kundenspezifische Produktentwicklungen im Bereich Mechatronik für raue Umgebungen. Zum Portfolio gehören Bedien- und Schaltelemente genau wie elektronische Wegfahrsperren, Joysticks oder Fernbedienungen. Zu den Kunden gehören Unternehmen wie die BPW im benachbarten Wiehl genauso wie die Automobilisten BMW und VW. Und weil Brehmer ja für raue Umgebungen entwickelt und produziert, sind auch Meiller Kipper und der Landmaschinenhersteller Claas dabei.

Bremer beliefert auch die Hersteller schwerer Landmaschinen.

Ein besonderes Tätigkeitsfeld von Brehmer ist der Bereich „Defence“, also Verteidigung. Einer der Kunden in dieser Sparte ist der Rüstungskonzern Rheinmetall, der auf die Expertise der Oberberger baut. Was Thomas und Anke Brehmer seit 2003 aufgebaut haben, und welche Anforderungen man erfüllen muss, um in diesem besonderen Segment arbeiten zu können, davon konnten sich am Donnerstag die rund 260 Besucher des Tec Days in Elsenroth ein Bild machen.

In der Sparte Brehmer Defence entstehen Produkte für Rüstungskonzerne wie Rheinmetall.

Dort ist das Unternehmen seit dem Jahr 2022 ansässig. Die Zahl seiner Mitarbeiter beziffert Thomas Brehmer im Gespräch mit dieser Zeitung auf 127. „Viele wollen im Bereich Defence beziehungsweise Wehrtechnik Geschäfte machen“, sagt Brehmer. Sein Unternehmen ist inzwischen „first Supplier“. Das bedeutet, dass der Oberberger seine Baugruppen oder Systeme direkt an den Endhersteller wie etwa Rheinmetall liefert. „Es war ein langer Weg an die Spitze“, beschreibt der Unternehmer die Entwicklung von Brehmer. Das sei bisweilen sehr zäh gewesen. „Wir mussten lernen, unsere Produkte robust zu machen.“ Dazu gehört auch ein Batteriemanagementsystem, dass die Oberberger an Rheinmetall liefern. Dieses Gerät schaltet einen Lastwagen automatisch aus, sobald dieser seine maximale Neigung überschreitet.

Brehmer ist auch Mitglied von Defence Oberberg

Thomas Brehmer gehört in Oberberg auch zu den Unternehmen, die sich unter dem Dach des Oberbergischen Kreises zum Netzwerk Defence Oberberg zusammengeschlossen haben. Martin Häckl ist als Oberst der Reserve bei Brehmer beratend tätig. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine seien in Deutschland Landes- und Bündnisverteidigung wieder in den Fokus gerückt, sagt der Offizier. Das sei nicht nur eine Aufgabe der Bundeswehr, sondern eine gesamtgesellschaftliche. Bereits im Jahr 400 habe der römische Militärtheoretiker Publius Flavius Vegetius Renatus gesagt „wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor“.

Über den Operationsplan Deutschland sprach Oberstleutnant d. R. Jan Pizzer, der stellvertretender Leiter des Bezirksverbindungskommandos (BVK) Gießen ist. Der Operationsplan führt zentrale militärische Bestandteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit zivilen Unterstützungsleistungen zusammen. Pizzer sagte, dass die Bundeswehr nach dem Angriff auf die Ukraine wieder zu einer Armee zurückgekehrt sei, deren Kernauftrag die Landes- und Bündnisverteidigung sei. Später am Tag hatten die Besucher die Möglichkeit, sich bei einem Rundgang einen Eindruck von der Angebotsbreite bei Brehmer zu machen.