Oberberg – Der Oberbergische Kreis und seine Kommunen wollen bei der Regionalplanung der Zukunft angemessen berücksichtigt werden, um neue Siedlungs- und Industrieflächen ausweisen zu können.
Mit diesem Anliegen haben Landrat Jochen Hagt (CDU) und die 13 oberbergischen Bürgermeister mit Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD) gesprochen, die einer Einladung ins Gummersbacher Kreishaus gefolgt war. „Das Gespräch hat in einer guten Atmosphäre stattgefunden“, versichert Landrat Hagt.
Er teilt zudem mit: „Wir haben deutlich gemacht, welche Herausforderungen wir sehen, um den Oberbergischen Kreis zukunftsfähig weiter zu entwickeln.“ Da der Kreis über zahlreiche Industrieunternehmen verfüge, habe er die besondere Aufgabe, auch weiterhin entsprechende Gewerbeflächen für unsere Betriebe auszuweisen.
Verständnis für Sorgen
In einer gemeinsamen schriftlichen Erklärung an Regierungspräsidentin Gisela Walsken hatten der Landrat und alle oberbergischen Bürgermeister im Vorfeld gefordert, dass die Flächenfestsetzungen im Verfahren zur Überarbeitung des Regionalplans angepasst werden. „Der Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen im Oberbergischen Kreis steigt weiterhin“, weiß Hagt, er glaubt aber auch: „Die Flächenpolitik muss im Hinblick auf Landwirtschaft und Naturschutz mit Augenmaß betrieben werden.“
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Die Regierungspräsidentin verwies die Oberberger auf die Möglichkeiten zu Änderungen der Flächenausweisungen im laufenden Verfahren und zeigte großes Verständnis für die Sorgen des Landrats und der Bürgermeister. Walsken machte aber auch deutlich, dass es Vorgaben der Landesplanung gebe.
Landrat und Bürgermeister setzen weiterhin auf einen intensiven Austausch mit der Bezirksregierung, „und zwar mit Unterstützung der IHK, des Arbeitgeberverbandes und der Gewerkschaft IG Metall“, wie Jochen Hagt betont. (tie)


