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Seit zwei Jahren im EinsatzBodycams in Oberberg sollen zur Deeskalation beitragen

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Sollen die Bodycams in brenzligen Lagen zum Einsatz gebracht werden, müssen das die Beamtinnen und Beamten zuvor ankündigen. (Symbolbild)

Oberberg – Sogenannte Bodycams sollen brenzlige Situationen bei Polizeieinsätzen dokumentieren, zur Deeskalation beitragen und damit die Sicherheit auch für die Polizisten erhöhen. Seit dem Jahr 2020 sind auch bei der Kreispolizei im Oberbergischen solche Kameras im Einsatz. Werden sie eingeschaltet, müssen das die Beamten vorher ankündigen, ehe Bild- und Tonaufzeichnung gestartet werden.

95 Kameras zur Verfügung

Im Oberbergischen gibt es, wie auch im Rheinisch Bergischen Kreis, 95 dieser Bodycams. Das berichtet Polizeisprecher Michael Tietze. Es gibt allerdings keine statistische Erfassung, aus der die Anzahl der Einsätze hervorgeht, bei denen die Bodycam tatsächlich eingesetzt worden ist, wie Tietze weiter ausführt. „Ebenso wenig wird erfasst, wenn Aufnahmen im Nachgang zu Beweiszwecken gesichert werden.“

Daher könne er nur exemplarisch berichten. So habe ein Kollege, der auch für die Beschulungen im Haus Verantwortung trägt, berichtet, dass der Einsatz der Bodycam in manchen Einsätzen zur Deeskalation beigetragen habe, in anderen Fällen nicht. „Wie so oft hat dabei eine Alkoholisierung bzw. der Konsum von Betäubungsmitteln Einfluss auf die Wirksamkeit der Maßnahme“, sagt der Polizeisprecher.

Ein anderer Kollege habe berichten können, dass eine Bodycam-Aufnahme in einem Gerichtsverfahren als Beweismittel zum Tragen gekommen sei. „Die Polizei ist immer bestrebt, Einsatzlagen auf kommunikativem Wege zu lösen. Mit der Bodycam wurde eine zusätzliche Option geschaffen, um einer Eskalation entgegenzuwirken und die Gefahr von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und -beamte zu minimieren“, zieht Tietze am Ende aber doch ein positives Fazit. Die Erfahrungen zeigten, dass das Einschalten der Kamera zur Beruhigung der Situation beitragen könne und somit einen positiven Effekt habe.

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Landesweit sind die Kameras erst im August deshalb in den Fokus geraten, weil sie bei einem Einsatz gegen einen 16-Jährigen in Dortmund von Beamten offenbar nicht eingeschaltet worden waren. Der junge Mann starb bei dem Einsatz.