- Auch in Oberberg müssen sich immer weniger Ärzte um die Menschen kümmern. Wir stellen die neuesten Zahlen vor.
Oberberg – Um die Ärzteversorgung auf dem Land steht es weiter nicht zum Besten. Anders als in den Großstädten müssen sich hier weniger Ärzte um mehr Patienten kümmern. Auch Oberberg gehört zu diesen Gebieten. Das geht aus den neuen Zahlen des Bundesarztregisters von Ende 2018 hervor, die jetzt veröffentlicht worden sind.
Auf 100 000 Oberberger kommen danach 141,5 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten. Der Wert ist besser als im benachbarten Märkischen Kreis (134,6) und im Kreis Olpe (139,3), liegt aber hinter dem Rhein-Sieg-Kreis (158,5) und dem Rheinisch-Bergischen Kreis (170,1). Mit Großstädten wie Köln (267,1) und Bonn (325,6) braucht sich Oberberg schon gar nicht vergleichen.
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42,6 Prozent aller niedergelassenen Mediziner sind Frauen, bei den Hausärzten beträgt ihr Anteil 38,4 Prozent.
Mehr Hausärzte als im Nachbarkreis
60 Hausärzte kommen in Oberberg auf 100 000 Einwohner, das sind etwas mehr als die 57,4 im Märkischen Kreis und in etwa so viele wie in den Kreisen Olpe (61,6) oder Rhein-Berg (61,2). Rein rechnerisch hat sich ein oberbergischer Hausarzt um 1666 Patienten zu kümmern, bei seinem Bonner Kollegen sind es 400 weniger.
Je näher es Richtung Rhein geht, desto mehr Hausärzte gibt es: Im Rhein-Sieg-Kreis beträgt die Hausarztdichte schon 69,9 je 100 000 Einwohner, in Köln 71,3 und in Leverkusen 74,4. Spitzenreiter ist auch hier Bonn mit 78,7 Hausärzten.
Das Durchschnittsalter der heimischen Hausärzte liegt mit 54,8 Jahren ähnlich hoch wie in den Nachbarregionen, der Anteil der Über-65-Jährigen sticht dagegen mit fast 15 Prozent heraus. In Rhein-Berg sind es lediglich 11 Prozent, in Rhein-Sieg knapp 12 und in Köln genau 12 Prozent. Im Märkischen Kreis ist mit 23,4 Prozent fast ein Viertel der Hausärzte bereits älter als 65; nirgendwo in NRW liegt der Altersdurchschnitt höher. (kn)

