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PandemieKreis fürchtet um Kinderwohl in Oberberg

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Bei Gewalt in Familien sollte das Jugendamt informiert werden.

Oberberg – Geschlossene Schulen und Kindertagesstätten, Kontaktverbote, gestresste Familien: Von den drastischen Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind Kinder und Jugendliche besonders betroffen.

Landrat Jochen Hagt appelliert an Eltern, Angehörige und Nachbarn, beim Thema Kindeswohl genau hinzuschauen: „Zwar schweißt die Corona-Lage viele Familien zusammen. Eltern und Kinder verbringen mehr Zeit miteinander. Aber es kann auch passieren, dass Konflikte jetzt schneller eskalieren und Kinder Gewalt oder Verwahrlosung erleben."

Kreis hat eine Familien-Hotline geschaltet

Ein besonderes Risiko gebe es in Familien, in denen psychische Erkrankungen oder Suchtprobleme eine Rolle spielten. „Das Kreisjugendamt ist auch in diesen Krisenzeiten weiterhin erreichbar. Wir gehen jedem Hinweis nach“, verspricht Hagt.

Unter der oberbergischen Familien-Hotline (0 22 61) 88-5198 können sich Eltern beim Kreisjugendamt melden, die von der aktuellen Situation überfordert sind und Hilfe brauchen.

Auch bei Verdacht bei der Hotline anrufen

Auch wer den Verdacht hat, dass Kinder leiden oder Angst vor ihren Eltern haben, kann bei der Familien-Hotline anrufen. Es sei jedoch unbedingt zum „Double-Check zu raten“: Kreischende Geschwister, Getrampel auf dem Boden oder laute Musik in der Nachbarwohnung seien noch lange kein Hinweis auf eine Kindeswohlgefährdung.

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Aber wenn die Kinder selbst um Hilfe riefen oder Eltern sagen „Ich schaffe das nicht mehr“, dann sollte das Kreisjugendamt eingeschaltet werden“, rät Sozialdezernent Ralf Schmallenbach. (r)