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BackesfestAcht Sorten Brot locken viele Besucher nach Eckenhagen

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Das Foto zeigt das Team des Bauernhofmuseums mit verschiedenen Broten.

Das Team des Bauernhofmuseums mit verschiedenen Broten.

Gut besucht war das Backesfest im Bauernhofmuseum Eckenhagen. Gleich acht Sorten frisch gebackenes Brot waren im Angebot.

Köstlicher Brotduft hat die Besucher beim Brotbackfest am Samstag und Sonntag im Bauernhofmuseum im Herzen des Kurortes empfangen. Diesmal hatte der Heimatverein Eckenhagen ganze sieben Brotsorten im Angebot. Genau genommen waren es sogar acht, denn das Rheinische Schwarzbrot, ein Roggenvollkornschrotbrot, gab es in zwei Varianten.

Toni Lettiere reichte den Kunden sowohl ein in der Kastenform gebackenes Brot mit 1600 Gramm sowie ein freigeschobenes Brot mit 1250 Gramm über die Theke. Heizmeister Heinz Jaeger erläuterte, dass geröstete Kürbis- und Sonnenblumenkerne diesen Broten den besonderen Pfiff geben.

Gebacken im Steinofen

Der Renner war jedoch das Roggenmischbrot mit Natursauerteig, das auch Steinofenbrot oder Bauernbrot genannt wird. Allerdings wurden sämtliche Brote im Steinofen gebacken. Jaeger schilderte, dass er den Backes bereits am Mittwoch angeheizt und auch am Donnerstag ständig befeuert hat: „Der Ofen war über den Winter sehr ausgekühlt und auch die Feuchtigkeit musste erst einmal raus.“

Am Freitag war es dann so weit und es konnte im mehreren Chargen gebacken werden. Die Nachfrage der Kunden hätte der Eckenhääner Backes allerdings nicht allein stillenkönnen, und so bekam er Unterstützung von zwei Steinöfen aus dem Sauerland. Daneben gab es ein drei Kilogramm schweres Braugerstenbrot, das auch in Hälften oder Vierteln verkauft wurde. Das besondere Etwas bekommt dieses herzhafte Brot durch das Einarbeiten von gemälzter Braugerste und Buttermilch in den Roggenmehlteig.

Auch Süßschnäbel kommen auf ihre Kosten

Eine weitere Spezialität war das 600 Gramm schwere Dinkel-Kartoffelbrot, das zu 90 Prozent aus Dinkelmehl und Kartoffeln im Verhältnis zwei zu eins hergestellt wird. Neben diesen herzhaften Genüssen hatte das Brot-Team für die angehörigen der „süßen Fraktion“ auch Mandel-Marzipan-, Butter- und Rosinenstuten im Angebot.

Während des Brotbackfestes kamen keine weiteren Brote in den Backraum. Der war dann Spezialbrötchen vorbehalten, die Heinz Jaeger und Dieter Reuschel vor dem Einschießen mit einer „Tiger-Paste“ bestrichen. Dieses Topping aus Palmfett mit Meersalz und Pfeffer verleiht den Brötchen den perfekten Geschmack für den gemeinsamen Genuss mit der vom Dorfmetzger Bernd Hochhard eigens für den Heimatverein kreierten „Museumswurst“, die nebenan in der Remise gebraten wurde. Dazu gab es Pflaumensenf nach einem geheimen Rezept von Vereinsmitglied Thomas Roos.

Noch mehr Herzhaftes aus der Museumsküche

Noch mehr Herzhaftes zauberte die Museumsküche in der Mittagszeit. Dort gab es ebenfalls die „Eckenhääner Museumswurst“ mit Bratkartoffeln sowie eingelegte Heringsfilets nach „Museums-Art“ mit Pellkartoffeln. Für den Dip hatte sich Geschäftsführer Sebastian Diez kräftig ins Zeug gelegt.

Nach dem Verzehr der Speisen im „Alten Kuhstall“, der guten Stube des Museums, gab es dort als Nachtisch eine große Auswahl an selbst gebackenen Kuchen. Ein kleiner Markt mit Strickwaren, Schmuck, Holzarbeiten und Blumen-Deko bereicherte das Brotbackfest. In der Remise hatte der Hof Benderscheid Wurstwaren und frischen Panhas im Angebot.

Traditionell war auch der Stand der „Fehlberg-Hexen“ mit von der Partie. Maria Valperz und Martina Roos sorgten mit selbstgemachten Marmeladen und Gelees für leckere Brotaufstriche. Und zur Stärkung zwischendurch gab es bei ihnen das „Eckenhääner Kurgetränk.“