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LeistungsnachweisOberbergs Feuerwehren maßen sich in Reichshof

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Das Foto zeiht Angehörige des Löschzugs 1 der Waldbröler Feuerwehr bei der Knotenprüfung.

Zu den Aufgaben des Leistungsnachweises gehörten in Eckenhagen am Wochenende auch die Knotenprüfung, hier im Bild Angehörige des Waldbröler Löschzugs 1.

Die Prüfungen in Eckenhagen stellten die oberbergischen Feuerwehrleute nicht nur vor sportliche Herausforderungen.

Im Eiltempo verlegen die Kameraden der Reichshofer Feuerwehreinheit Heischeid einen Saugschlauch in das bis an den Rand gefüllte Wasserbecken. Währenddessen wird bereits ein B-Schlauch zum Verteiler gelegt. Der Angriffstrupp koppelt daran den ersten C-Schlauch und richtet das Strahlrohr auf das erste Zielfeuer. Insgesamt drei C-Rohre müssen zum Einsatz gebracht werden, die letzte Zielklappe muss innerhalb von fünf Minuten gefallen sein. Aber diese Zeit braucht die Löschgruppe bei weitem nicht. Christoph Dick am Verteiler ist zufrieden: „Ich glaube, heute waren wir superschnell.“

71 Gruppen aus allen oberbergischen Kommunen

Zum 49. Mal hat der Kreisfeuerwehrverband Oberberg am Freitag und Samstag den jährlichen Leistungsnachweis auf der Eckenhagener Ballonstartwiese und dem Sportplatz beim Schulzentrum veranstaltet. 71 Gruppen aus allen 13 Kommunen des Oberbergischen Kreises sind angetreten.

Und sie müssen nicht nur löschen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Hartkopf hat den Praxistest organisiert und erläutert: „Im täglichen Einsatzgeschehen der Feuerwehren bildet neben den Brandeinsätzen der Bereich Technische Hilfeleistung einen besonderen Schwerpunkt.“ Daher sei auch dieser Bestandteil des Leistungsnachweises. Den Gruppen wurden drei verschiedene Übungslagen vorgegeben, aus denen sie eine auswählen konnten.

Das Foto zeigt Angehörige der Einheit Egen der Freiwilligen Feuerwehr Wipperfürth.

Die Wipperfürther Einheit Egen beim theoretischen Teil.

Nach dem Löschangriff ging es für die Feuerwehrleute auf den Sportplatz, wo sie als Gruppe einen 450-Meter-Staffellauf absolvieren und dabei drei Hindernisse überwinden mussten. Nach den bei den hohen Temperaturen recht anstrengenden körperlichen Herausforderungen war Geschicklichkeit gefragt: An einem waagerecht montierten Balken ging es um den Umgang mit Seilen. Die Schiedsrichter prüften, ob alle Kameraden den Zimmermannsstich, den Achterknoten und den Schotenstich mit Aufzugschlaufe beherrschen.

Anschließend musste der Kopf ran: Unter den aufmerksamen Blicken von Sascha Polke, Mareike Hartmann und René Reissig-Hochweller galt es, 30 Fragen aus den Bereichen Rechtsverständnis, Staatsbürgerkunde, Physik und Einsatztaktik zu beantworten. Die letzte Station führte ins Zelt des Roten Kreuzes. Dort checkten Claudia Lenk und Wolfgang Gustke vom Ortsverein Wiehl-Reichshof das Verhalten der Kameraden bei der Ersten Hilfe nach dem Auffinden einer verletzten Person, einschließlich der Überprüfung der Vitalfunktionen.

Frank Hartkopf dankte den 50 Helfern der Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus dem gesamten Kreisgebiet, die an beiden Tagen jeweils im Einsatz waren und für einen reibungslosen Ablauf sorgten, ebenso der Gemeinde Reichshof, die das Gelände kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte. Hartkopf unterstrich zudem das Engagement der Feuerwehr Reichshof, einschließlich der Jugendfeuerwehr, die neben Auf- und Abbau auch die Bewirtung organisiert hatte.

„Ohne das Ehrenamt läuft im Kreis gar nichts.
Klaus Grootens, Landrat

„Ohne das Ehrenamt läuft im Kreis gar nichts“, sagte Landrat Klaus Grootens vor Ort. Der jährliche Wert der in Oberberg ehrenamtlich erbrachten Leistungen betrage rund 350 Millionen Euro. „Ich bin stolz, dass es hier so etwas gibt.“ Daher dürfe auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Für den 50. Jubiläumsleistungsnachweis im nächsten Jahr kündigte er schmunzelnd eine Feier an: „Nächstes Jahr machen wir etwas Besonderes – aber der Grundschutz muss gewährleistet sein.“

Kreisbrandmeister Julian Seeger lobte die rege Beteiligung von rund 600 Kräften aus mehr als 70 Einheiten. Er betont, dass der Leistungsnachweis keine Pflichtveranstaltung, sondern absolut freiwillig ist – aber unverzichtbar: „Diese Veranstaltung ist ein Gradmesser für den Zusammenhalt.“