Zum siebten Mal war Odenspiel Gastgeber der Oberbergischen Posaunentage, die zum 106. Mal stattfanden.
Moderne Musik in alter KircheFestgottesdienst war Höhepunkt des Posaunentages

Mit viel Feingefühl und Engagement leitete Traugott Fünfgeld das Projektorchester.
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Musik dringt durch die dicken Wände der Evangelischen Kirche Odenspiel nach draußen. „Der Alt war tendenziell ein bisschen zu schnell und das forte nicht übertreiben“, korrigiert Komponist und Dirigent Traugott Fünfgeld das aus rund 50 Mitgliedern bestehende Posaunenorchester. Das probt in einem Workshop für den Festgottesdienst im Rahmen des 106. Oberbergischen Posaunentages. Nur ein paar Meter entfernt schallt Gesang aus dem Gemeindehaus. Dort finden parallel die Proben der rund 30 Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Gesine Fünfgeld statt. Am späten Nachmittag ist dann die gemeinsame Probe des Gesang- und Bläserprojektchores vorgesehen.
Die moderne Kirchenmusik für den Gottesdienst stammt aus der Feder von Kirchenmusikdirektor Traugott Fünfgeld. Er gilt als einer der bekannten Komponisten zeitgenössischer Kirchenmusik und hat zahlreiche Werke für Bläser, Chor, Kinderchor, Orgel und andere Instrumente geschrieben. Sie sei sehr froh, einen so renommierten Kirchenmusiker beim Oberbergischen Posaunentag begrüßen zu können, sagte Beate Ising, die Vorsitzende der Oberbergischen Posaunenvereinigung und Kirchenmusikbeauftragte der Kirchengemeinde Im Oberen Wiehltal. Seine musikalische Arbeit sei geprägt von dem Motto „Töne des Friedens“, das sich in den vielen Veranstaltungen, Andachten und Zusammenarbeit und Begegnungen mit Chören und Orchester auch in Israel, Palästina oder Südafrika niederschlage.
Zum Auftakt gab es eine Orgelvesper
Inmitten vom Leben – immer neu lautete das Motto des Oberbergischen Posaunentags. Zum siebten Mal ist Odenspiel Gastgeber dieser traditionsreichen Veranstaltung. Sie startete am Freitag mit einer Orgelvesper unter dem Titel Musik und Kunst. Superintendent Michael Braun und Beate Ising eröffneten die Posaunentage. Bei der Vesper konnten nicht nur die vor vier Jahren fertiggestellte Woehl-Engelorgel ihr Potenzial vor den Zuhörer entfalten, sondern die Besucher auch den frisch restaurierten 320 Jahre alten Orgelprospekt in Augenschein nehmen. Auch Sonja Ruß, Restauratorin der Kalker Werkstätten, die den Orgelprospekt im vorigen Jahr auswendig restauriert hatte, war gekommen. Das Ensemble von Altar, Kanzel und Orgelprospekt, das ein Kreuz bildet, dominiert das sonst eher schlicht gehaltene Kirchenschiff, dessen Ursprünge auf das Jahr 1200 zurückgehen.
Ein passender Rahmen für den Festgottesdienst und der Musik von Projektorchester und -chor. Pfarrer in Ruhe Heiner Karnstein und Beate Ising gestalteten den liturgischen Rahmen. Es sei eine tolle Gemeinschaftsleistung und ein ganz besonderes Erlebnis, so Ising.