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Sänger Daniel TilchJunger Tenor aus Wipperfürth tritt international auf

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In Belgrad sang Daniel Tilch eine schwierige Partie.

Wipperfürth – Daniel Tilch, Tenor aus Wipperfürth, arbeitet weiter an seiner Karriere. Im vergangenen Jahr hat er die Hochschule für Musik in Mainz sein Masterstudium mit der Bestnote 1,0 abgeschlossen. Daraufhin erhielt der Wipperfürther in Mainz einen der begehrten Konzertexamen-Plätze – ein weiteres Aufbaustudium, das einer Promotion vergleichbar ist.

In der laufenden Spielzeit ist Tilch als Gast am Staatstheater Mainz angestellt. In Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ singt er die Rolle des Richters Don Curzio. Im Mai beginnen die Proben für de Prokofjew-Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“. Dort wird Tilch voraussichtlich den Zeremonienmeister singen, eine eher kleine Rolle. Eine ganz andere Herausforderung wartete Ende Januar auf den 27-Jährigen. Mit dem Ensemble „Barock-Vokal“ gastierte er in Belgrad. In der Oper „Die Krönung der Poppea“ von Claudio Monteverdi sang er die Rolle des Lucano – eine Partie, die geprägt ist durch komplizierte Koloraturen. Die Premiere fand im Sommer 2018 statt, dann gastierte „Barock-Vokal“ auf mehreren Festivals, zum Teil unter freiem Himmel. Weil die Organisatoren des Ensembles gute Kontakte auch ins Ausland pflegen, kam die Einladung nach Belgrad zustande.

Wie empfindet der junge Sänger, der schon viele Konzerte gegeben hat, die Herausforderung einer Opernbühne? „Im Konzert bin ich ganz auf meine Stimme angewiesen, um etwas auszudrücken, in der Oper kommt die körperliche Präsenz hinzu – ich finde, das macht es einfacher“, sagt Daniel Tilch. „Andererseits ist man als Opernsänger und Schauspieler von dem Regisseur abhängig, der einem sagt, was man tun soll.“