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Steinmüllergelände in GummersbachEin neues Garni-Hotel mit drei Sternen entsteht

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Gummersbach – Bereits in eineinhalb Jahren sollen die ersten Übernachtungsgäste im neuen Gummersbacher Hotel einchecken. Nach dem Ende des Gebotsverfahrens für den Neubau auf dem Steinmüllergelände hat die Stadt am Donnerstag den Investor für das Projekt vorgestellt: Die Brüder Marc und Klaus Schroeder (MK Immobilien), die auch das benachbarte Kinocenter bauen, planen ein Frühstückshotel (garni) vor allem für Geschäftsreisende.

Ab Oktober soll das viergeschossige Gebäude am Fußweg zwischen der Firma Ferchau und dem Bahnhof gebaut werden, in Nachbarschaft des Stadtgartens. Auf dem 2300 Quadratmeter großen Grundstück wird ein Hotel mit 96 Betten in 54 Zimmern entstehen, davon 12 Einzelzimmer. Die sollen zwischen 65 und 70 Euro pro Nacht kosten. Im Erdgeschoss dominiert eine geräumige Lobby mit Rezeption. Dieser Raum soll zugleich als Frühstücksraum für das Drei-Sterne-Superior-Hotel dienen, und nachmittags und abends mit einer Bar zum Verweilen einladen. In angrenzenden Bereichen sind Küche, Lagerräume, Tagungsräume und ein kleiner Fitnessraum vorgesehen. Ob auch ein Atrium gebaut wird – also ein umbauter Außenbereich – steht noch nicht fest.

Ein geräumiger Vorplatz soll teilweise als Parkraum dienen, vor allem sollen die Hotelgäste ihre Wagen aber im Forum-Parkhaus abstellen. 6,2 Millionen Euro will MK Immobilien in das Gebäude investieren, inklusive einer hochwertigen Ausstattung.

Für die Planungen zeichnet das Büro Ellertmann/Piehl/ Schmitz aus Münster verantwortlich. Architekt Marco Piehl orientierte sich beim Entwurf eng an Anforderungskatalogen potenzieller Hotelbetreiber. Aber welches Unternehmen das Haus betreiben wird, wollte Investor Marc Schroeder gestern noch nicht mitteilen: „Wir stehen in konkreten Verhandlungen mit einem Interessenten, aber es gibt auch einen zweiten.“ Erst Ende März stünde fest, wer den Zuschlag erhält.

Die Brüder Schroeder glauben fest an den Erfolg des Projekts. „Die Lage und die Anbindung an Bus und Bahn ist toll“, sagt Marc Schroeder. Bürgermeister Frank Helmenstein nennt als Zielgruppe neben Geschäftsreisenden auch Gastprofessoren von der TH sowie Besucher von Kulturveranstaltungen und Familien. Helmenstein: „Eine Studie zeigt, dass die Zahl der Übernachtungen von 60 000 im Jahr 2010 auf 72 000 im vergangenen Jahr gestiegen ist – Tendenz weiter positiv.“

Die Unternehmerfamilie Schroeder war einer von drei Interessenten, die sich am von der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach durchgeführten Gebotsverfahren beteiligt hatten. Ihr Konzept habe nicht nur in Hinblick auf die Nutzung am meisten überzeugt, sagt der städtische Beigeordnete Jürgen Hefner: „Das moderne Gebäude mit seiner Ziegelfassade passt sich sehr gut in die vorhandene Architektur auf dem Steinmüllergelände ein.“