Rückkehr zu G9Gesamtschule Waldbröl nimmt Gymnasiasten auf

Lesezeit 2 Minuten
Das Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl.

Das Waldbröler Hollenberg-Gymnasium.

Gymnasiasten, die ab Sommer die Stufe Elf wiederholen müssen, müssen auf eine Gesamtschule wechseln. In Waldbröl gibt's eine lokale Lösung. 

Da weder das Theodor-Heuss-Gymnasium in Radevormwald noch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wiehl sogenannte „Bündelungsgymnasien“ sein dürfen, muss nun für das Waldbröler Hollenberg-Gymnasium die Gesamtschule gleich in der Nachbarschaft ran.

Was verwirrend klingt, ist relativ einfach: Durch die Umstellung der Gymnasien von G8 auf G 9 gibt es ab dem kommenden Schuljahr keine aufwachsende Oberstufe mehr. Sprich: Wer in der Elf sitzenbleibt, verpasst die G 9-Einführungsphase.

Keine Rolle rückwärts in den Gesamtschulen

So hatte das Land die Idee, überall „Bündelungsgymnasien“ zu benennen, die eben diese Schülerinnen und Schüler auffangen sollten. Das klappt für Oberberg jetzt nur beim Lindengymnasium in Gummersbach, in Radevormwald und Wiehl sind die Anmeldezahlen zu gering.

Weil die Gesamtschulen die Umstellung von G9 auf G 8 seinerzeit erst gar nicht mitgemacht hatten, können sie nun auch auf die Rolle rückwärts verzichten.

Politik gibt grünes Licht

So tritt jetzt die Gesamtschule Waldbröl in die Bresche und nimmt die jungen Leute der nahen Gymnasien in ihre Oberstufe auf. Bisher ist die Gesamtschul-Oberstufe in Waldbröl vierzügig, doch wenn sich mehr als 108 Schülerinnen und Schüler anmelden, muss ein fünfter Zug eingerichtet werden. Bislang liegen der Gesamtschule bereits 99 Anmeldungen für die Oberstufe vor, sodass eine Überschreitung des Limits von 108 wahrscheinlich ist.

Einstimmig hat deswegen jetzt der Rat der Stadt Waldbröl grünes Licht für die vorübergehende Erweiterung der Gesamtschul-Oberstufe auf fünf Züge gegeben. „Vorübergehend“, weil nach drei Jahren auch die gymnasialen Jahrgänge wieder regulär aufwachsen können.

Nachtmodus
KStA abonnieren