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„Wild Kitchen Project 2.0“Stephan Berghaus bringt neues Kochbuch heraus

2 min

Die Autoren: Bianca und Stephan Berghaus, Jana Rogge, Zarah Berghaus, Michael Schlecht und Marco Greulich (v.l.).

Wipperfürth – Nur ein paar Würste oder ein Steak auf den Grill zu werfen, wäre Stephan Berghaus und seiner Familie viel zu langweilig. Die Wipperfürther lieben es „wild“ auf dem Grill, und das im doppelten Sinn. „Lammgyros-Wraps vom Barbeque-Burner“, „Wildschwein-Kotelett a la Plancha mit Kaffee-Note“ und „geräucherte Wachtelbrust von der Salzplanke“ – das sind nur drei der vielen Rezepte aus dem zweiten Kochbuch des „Wild Kitchen Project“, die mit vielen tollen Fotos garniert sind. Dabei spielt Wildfleisch eine besondere Rolle. Denn das, so Berghaus, stamme garantiert nicht aus Massentierhaltung. Das Buch enthält aber auch Rezepte für das Fleisch von Weidetieren, für Beilagen und Saucen.

„Wild Kitchen Project 2.0“ ist in Teamarbeit entstanden. Neben den den drei Wipperfürthern Stephan, Ehefrau Bianca und Tochter Zarah Berghaus sind auch passionierte Griller aus Hamburg, Weimar und Niederbayern daran beteiligt. Sie alle tüfteln gerne neue Rezepte aus und kochen bevorzugt auf dem offenen Feuer, mit dem „Dutch Oven“ einem Gusseisentopf, dem Smoker oder im Keramikgrill.

Das ganze Tier wird aufgegessen

Unterstützung hat sich das Team von Marco Greulich geholt, der schon viele internationale Grillwettbewerbe gewonnen hat und unter dem Namen „Don Marco“ Grillgewürze und Zubehör verkauft. Auch Stephan Berghaus nimmt an Grillwettkämpfen teil, „demnächst in Schottland“, erzählt er.

Zur Vorstellung des neuen Buches haben die Macher des „Wild Kitchen Project“ , die ein gleichnamiges Internet-Blog betreiben, zur Grillparty am Völpels Greenhouse nach Hückeswagen geladen – um zu beweisen, dass sich auf Wildfleisch viel mehr als Gulasch und Rehrücken machen lässt. Im Keramikgrill bruzzelt selbstgemachter Leberkäse. Im Eisentopf, dessen Deckel mit glühender Holzkohle bestückt ist, schmurgelt Osso Bucco, also Beinscheiben vom Rind. Auf die hungrigen Gäste warten auch noch Wildfleischbällchen mit Chili-Käse-Soße, ein trocken gereifter Wildschweinrücken, Mini-Gyros-Pizza und Wildmettenden.

Für Stephan Berghaus und seine Mitstreiter ist das „wilde Grillen“ längst mehr als ein Hobby, sondern auch eine Grundeinstellung. Denn nicht nur die edlen Teile wie Rücken oder Keule landen bei ihnen auf dem Teller, sondern alles, von der Nase bis zum Schwanz, als ein Zeichen des Respekts vor dem Kreatur.

Wild Kitchen Project 2.0 Wild & Weide. Hrsg. v. Stephan Berghaus und Jana Rogge. Eckhaus Verlag, 19,95 Euro.www.wild-kitchen-project.de