Schon 27 Fälle in diesem JahrWindpocken in Oberberg auf dem Vormarsch

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Eine Frau streicht Creme auf die Armbeuge eines Kindes, das Windpocken hat.

Die Impfkommission rät zur Immunisierung.

Die Zahl der Fälle von Windpocken nehmen in Oberberg deutlich zu.

Die Windpocken sind wieder auf dem Vormarsch. Das teilt die IKK classic mit. Während der Corona-Pandemie und den damit eingehenden Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln sowie den Kita- und Schulschließungen sei die Zahl der Windpockenfälle im Oberbergischen Kreis laut Robert-Koch-Institut von 2020 auf 2021 um 53,1 Prozent gesunken. Mit den Lockerungen der Beschränkungen im Jahr 2022 seit die Zahl der Windpocken-Fälle wieder gestiegen, von 32 im Jahr zuvor auf 81“, schreibt der NRW-Pressereferent der IKK classic, Michael Lobscheid. Diese Entwicklung, so Lobscheid, scheine sich fortzusetzen, „2023 wurden bereits 27 Fälle im Kreis gemeldet“.

Bei bis zu fünf Prozent der an Windpocken Erkrankten träten Komplikationen auf, für Neugeborene könnten Windpocken lebensgefährlich sein. Die Entscheidung, ob Eltern ihre Kinder gegen Windpocken impfen lassen oder nicht, könne ihnen niemand abnehmen. „Es ist jedoch wichtig, dass sich Eltern mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen, zum Schutz ihrer Kinder und der Dritter“, so Lobscheid. Die Ständige Impfkommission empfehle die erste Impfung für Kinder im Alter von elf bis 14 Monaten; die zweite Impfung sollte in einem Lebensalter von 15 bis 23 Monaten erfolgen. Die Impfung könne auch jederzeit nachgeholt werden und werde von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. 

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