Frisch geräucherter Fisch steht beim traditionelen Räucherfest des Sportfischervereins Wipperfürth im Mittelpunkt.
AngelnRäucherfest des Sportfischervereins Wipperfürth

Das traditionelle Räucherfest des Sportfischervereins in Niedergaul.
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Es ist ein Brauch mit Tradition, der viele Feinschmecker von fern und nah anzieht: Das Räucherfest des Sportfischervereins Wipperfürth in Niedergaul. Zwei Tage lang räuchern die aktiven Mitglieder des Vereins Forellen und Lachsforellen nach einem streng gehüteten Geheimrezept die Fische im Räucherofen, um sie dann unter Volk zu bringen. Außerdem gibt es auch Aal im Angebot.
Wer Angst vor Gräten hat, greift auf ein mit Forelle belegtes Brötchen zurück oder lässt sich Grillwürstchen oder den Spießbraten schmecken. „Der gart über mehrere Stunden uns ist so zart, da brauchen sie zum Essen kein Messer“, schwärmt der 1. Vorsitzende der Sportfischer, Dieter Kalenbach. Und er erzählt, dass drei junge Männer des Vereins dafür 50 Kilo Zwiebeln schälen mussten.
Forellen stammen von einem Züchter aus Gimborn
Die vielen hundert Forellen, die am Wochenende über den Tresen gehen, stammen übrigens nicht aus der vereinseigenen Teichanlage in Niedergaul, sondern von einer Forellenzucht in Gimborn. „Forellen lieben Fließgewässer“, erklärt Kalenbach. In den Teichen leben vor allem verschiedene Sorten Karpfen, außerdem Weißfische, Rotaugen „und ein bisschen Barsche und Brassen“.
Weil die Sportfischer aber auch Forellen angeln wollen, setzen sie die Raubfisch in den Teichen aus. Vereinsmitglieder dürfen aber auch an einem Abschnitt der Wupper angeln – zwischen dem Stauweiher am Finanzamt und der Ortsgrenze zu Hückeswagen.
Hohe Wassertemperaturen machen Probleme
Das größte Problem, mit dem Fische und Angler derzeit kämpfen, sind die hohen Wassertemperaturen und die Trockenheit. Fische brauchen Sauerstoff – umso wärmer das Wasser, desto niedriger ist der Sauerstoffgehalt. Warmes Wasser macht die Tiere außerdem anfälliger für Krankheiten. „Einige Zuflüsse zur Wupper, wie etwa der Pasbach, sind trockengefallen“, beklagt Kalenbach. Und auch der Wegfall vieler Fichtenbestände, die einst Schatten spendeten, treibe die Temperatur der Gewässer weiter in die Höhe.
Aktuell zählt der Sportfischerverein Wipperfürth 46 Mitglieder, kürzlich seien zwei neue junge Angler beigetreten, freut sich der Vorsitzende. Gerne würde er auch wieder eine Jugendgruppe gründen, die es viele Jahre gab. Hier sieht er auch die Väter in der Pflicht „Wenn sie ihren Jungs nicht mal eine Angel in die Hand drücken, wo soll das Interesse herkommen?“
