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Bergische Krippenkunst in St. NikolausDetailreiche Weihnachtslandschaft in Wipperfürth

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Die Bergische Krippe Wipperfürth

Mit Liebe zum Detail hat Dieter Johnen erneut seine bergische Millieukrippe in der Pfarrkirche St. Nikoalus in Wipperfürth aufgebaut.

Dieter Johnen kümmert sich mit Liebe zum Detail jedes Jahr um die Krippenlandschaft in Wipperfürth.

Besucherinnen und Besucher der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus haben in der Weihnachtszeit traditionell einen besonders schönen Anblick – die Weihnachtskrippe, die seit vielen Jahren schon von Dieter Johnen mit viel Liebe zum Detail aufgebaut und konzipiert wird. Der Wipperfürther hat zum ersten Mal in den späten 1990er Jahren eine Krippenlandschaft erschaffen.

„Damals noch im hinteren Teil der Kirche, mittlerweile bin ich aber vorn, links vom Altar“, sagt der Wipperfürther. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Millieukrippe, also eine Landschaft, die an die jeweilige Örtlichkeit angepasst ist und nicht unbedingt ein Bild aus dem Nahen Osten mit Palmen zeigt. „Es ist eine bergische Krippe, die an die Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts angelehnt ist“, verrät Johnen.

Tradition trifft Liebe zum Detail

Und der Blick der Besucherinnen und Besucher sollte durchaus ein wenig Zeit mitbringen, denn es lassen sich ganz viele Details entdecken. Auch wenn sich diese Landschaft nicht – wie etwa in Hückeswagen – als Wandelkrippe an den jeweiligen Evangeliums-Texte orientiert, verändert sie sich doch stetig. „Ich bin pünktlich zum Heiligen Abend fertig geworden, die Krippe steht bis Anfang Februar – und ich werde jede Woche etwas umbauen“, kündigt Dieter Johnen an.

Die Krippe in St. Nikolaus ist längst eine kleine Attraktion, die auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Das hat der Krippenliebhaber etwa mitbekommen, als er beim Aufbauen Besuch von zwei älteren Herrschaften aus Wuppertal bekommen hat. „Die beiden wollten sich vergewissern, dass die Krippe auch steht, wenn sie mit ihren Enkelkindern zur Christmette kommen“, sagt er.

Es ist natürlich jede Menge Arbeit, die aber auch von einer großen Liebe zur Krippe zeugt. „In der Nacht vor dem Aufbau kann ich kaum schlafen, aber jetzt, wenn alles steht, bin ich dann doch erleichtert“, gesteht Johnen lachend. An einem ganzen Tag hat er die Landschaft aufgestellt, die Figuren mit der von einer Schneiderin angefertigten Kleidung eingekleidet und alle Details hinzugefügt. Da ist etwa das Handwerkerpaar, das gerade einen Stamm zersägt – und unter dem Sägebock liegen Sägespäne. Oder das bergische Fachwerkhaus mit Milchkanne und Korb am Zaun, Blumen davor oder die Familie mit Kinderwagen.

„Ich habe alle Freiheiten in der Gestaltung, auf einer Wäscheleine hängt etwa die Kinderkleidung meiner Großmutter von 1925“, sagt Dieter Johnen. Ein Besuch in St. Nikolaus lohnt sich also auch außerhalb der Gottesdienste.