Der Kölner Ex-Profi soll den Regionalligisten vor dem Absturz in die Fünftklassigkeit bewahren.
Viktoria-LegendeMike Wunderlich übernimmt Trainerposten bei Krisen-Klub Wuppertal

Mike Wunderlich übernimmt den Wuppertaler SV.
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In der ewigen Torjägerliste der Fußball-Regionalliga West belegt Mike Wunderlich den dritten Platz. In 196 Einsätzen gelangen der Vereinsikone des FC Viktoria Köln 113 Treffer. Nun kehrt der inzwischen 39-Jährige in anderer Funktion zurück in die Vierte Liga. Wunderlich übernimmt den Trainerposten beim Wuppertaler SV und soll den Absturz des Traditionsklubs in die Fünftklassigkeit verhindern. Für den Sohn von Viktorias Sport-Vorstand Franz Wunderlich ist es der bislang größte Job seiner noch jungen Trainerkarriere. Zunächst hatte er den Mittelrheinligisten SV Bergisch Gladbach 09 betreut, bis zuletzt war er Coach des Rheinlandligisten Ahrweiler BC und wurde dort Herbstmeister – nun geht es für den Ex-Profi gleich zwei Klassen höher zur Rettungsmission nach Wuppertal.
Ex-Trainer Sebastian Tyrala wusste nichts über Rauswurf
„Cheftrainer Mike Wunderlich und sein Assistenztrainer Kevin Pires Rodriques haben den Ahrweiler BC mit sofortiger Wirkung verlassen. Das Trainerduo wird bereits am 1. Januar offiziell beim Regionalligisten Wuppertaler SV vorgestellt und dort künftig die sportliche Verantwortung übernehmen“, hieß es in einer kurzen Mitteilung aus Ahrweiler.
Beim WSV folgt Wunderlich auf Sebastian Tyrala, den der Verein an Neujahr offiziell freigestellt hatte. Zuvor hatte er offenbar über die Medien von seinem bevorstehenden Rauswurf erfahren. „Mich überrascht da nichts mehr. Mir tut nur der Verein leid. Ich weiß von nichts“, sagte er dem „Reviersport“. In seinem letzten Spiel als Coach hatte Tyrala Anfang Dezember 0:3 beim SC Fortuna Köln verloren.
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Wuppertals Sportvorstand tritt zurück
Der 37-Jährige war seit November 2024 im Amt, führte Wuppertal allerdings in eine tiefe Krise – der letzte Liga-Sieg gelang am 3. Oktober. Aktuell steckt das Team mit 17 Punkten tief drin im Abstiegskampf. Kurz vor Tyralas Rauswurf hatte WSV-Sportvorstand Thomas Richter sein Amt niedergelegt. Seinen Job behalten darf hingegen Sportdirektor Gaetano Manno, der aufgrund seiner Personalpolitik des vergangenen Sommers scharf in der Kritik stand. Der Klub sprach ihm in der jüngsten Mitteilung das „volle Vertrauen“ aus.
Auf Wunderlich wartet die Mammutaufgabe, den von Krisen zerrütteten Verein aus dem Tief zu führen. Das erste Pflichtspiel ist für den 24. Januar angesetzt, Gegner im Stadion am Zoo ist die SSVg Velbert.
