Die Erschütterungen wurden in mehreren Orten rund um das Epizentrum in Bad Neuenahr aufgezeichnet. Schäden gab es keine.
Leichte ErschütterungenErdbeben bei Bad Neuenahr – Auch in Rhein-Sieg registriert

Blick auf das Ahrtal und Bad Neuenahr (Archivfoto).
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Ein leichtes Erdbeben hat sich am Donnerstagabend (26. Februar) im Kreis Ahrweiler ereignet, teilte das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz mit. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge in Bad Neuenahr, aber auch in Bad Honnef im Rhein-Sieg-Kreis wurde das Beben aufgezeichnet.
Das Beben wurde mit einer Magnitude von 1,2 angegeben. Das Epizentrum lag demnach westlich von Löhndorf zwischen Bad Neuenahr und Königsfeld. Es lag in einer Tiefe von rund zehn Kilometern und ereignete sich um 17.48 Uhr am Donnerstag.
Erdbeben auch in Bad Honnef im Rhein-Sieg-Kreis aufgezeichnet
„Die berechneten Intensitäten lagen unter der Spürbarkeitsgrenze“, teilte Experte Jens Skapski, Seismologe an der Uni Jena, auf seiner Website Erdbebennews mit. Auch Schäden wurden keine verzeichnet.
Neben Bad Neuenahr sei das Erdbeben auch in Rieden, Dernau, Niederzissen, Rheinbrohl, Leutesdorf, Kempenich und Erpel gemessen worden. Auch in Bad Honnef im Rhein-Sieg-Kreis, rund 14 Kilometer vom Epizentrum entfernt, wurden die Erschütterungen aufgezeichnet.

Die Grafik zeigt das Erdbeben mit seinem Epizentrum bei Bad Neuenahr.
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Leichte Erdbeben wie diese sind in der Region nicht selten. Zuletzt war ein Beben in der Eifel in Ochtendung im Landkreis Mayen-Koblenz registriert worden. Die Magnitude war mit 2,7 aber damals deutlich intensiver, sodass es von bis zu 252.000 Menschen in der Region gespürt werden konnte.
Erschütterung aufgezeichnet – aber es war kein Erdbeben
Eine Erschütterung wurde auch wenige Tage zuvor in Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen aufgezeichnet. Die Magnitude des Ereignisses vom 22. Februar 2026 lag bei 1,1 auf der Richterskala. Allerdings handelte es sich nicht um ein Erdbeben, sondern um die Sprengung des ehemaligen RWE-Kohlekraftwerks.
„Die Detonationen, den Einsturz sowie eine kleine Vorsprengung hat die nur zwei Kilometer entfernte Station IBBN des Geofon-Netzes aufgezeichnet“, teilte ein Experte von „Erdbebennews“ mit.
Aus geologischer Sicht für die Region spannend: Am 10. Oktober 2025 hatten die Messstationen einen Erdbeben-Schwarm in der Eifel aufgezeichnet, also mehrere kleine Beben in kurzer Abfolge ohne klares Hauptbeben. Das Epizentrum des Erdbeben-Schwarms lag demnach am Westufer des Sees nahe dem Kloster Maria Laach, nach dem der See benannt wurde. Die Ereignisse lagen in einer Tiefe von sieben Kilometern unter der Erdoberfläche.

