Abo

SilvesterbilanzBergneustädter feuern mit Schreckschusspistole auf der Bundesstraße

3 min
Zwei Feuerwehrleute löschen Feuerwerksmüll.

Brennende Feuerwerksbattereien musste der Reichshofer Löschzug Eckenhagen-Hespert gegen 2.35 Uhr am Neujahrstag auf dem Parkplatz der Gesamtschule in Eckenhagen ablöschen.

60 Einsätze rund um den Jahreswechsel meldet die Polizei in Oberberg. Für Rettungsdienst und Feuerwehr war es eine ruhige Nacht. 

Weitgehend friedlich ist der Jahreswechsel im Oberbergischen Kreis aus Sicht der Polizei verlaufen. Das hat die Kreispolizeibehörde am Neujahrstag mitgeteilt. Und trotzdem hatten die Beamtinnen und Beamten in der Silvesternacht einiges zu tun.

Einsätze wegen Schlägereien blieben in Oberberg in der Minderheit

So musste die Polizei kreisweit in der Zeit zwischen 18 Uhr an Silvester und 6 Uhr am Neujahrsmorgen zu insgesamt 60 Einsätzen ausrücken. „In den meisten Fällen handelte es sich um silvestertypische Anlässe durch Pyrotechnik und kleinere, durch Feuerwerk verursachte Rauchentwicklungen und Sachbeschädigungen“, schreibt die Kreispolizeibehörde. In sieben Fällen waren den Polizisten Ruhestörungen durch zu laute Musik gemeldet worden, zwölf Einsätze waren wegen Körperverletzungsdelikten oder Streitigkeiten nötig.

Um 5.37 Uhr erreichte die Leitstelle der Polizei die Meldung, dass in Bergneustadt auf der Kölner Straße Personen mit einer Schreckschusswaffe schießen. Vor Ort trafen die Beamten auf zwei Männer, 32 und 21 Jahre alt, stellten die Waffe sicher und leiteten gegen beide Strafverfahren ein. Ohne Feststellung blieben dagegen zwei Einsätze um 20 Uhr und kurz nach Mitternacht auf der Kaiserstraße in Waldbröl. Von dort hieß es, dass Personen ein Wohnhaus mit Raketen und Böllern beschießen würden. Vor Ort trafen die Beamten indes niemanden an und fanden auch keine Hinweise auf Beschädigungen.

Wipperfürther Streifenpolizisten bemerkten zerstörten Pkw

Keinen guten Start ins neue Jahr erwischte ein 27-Jähriger aus Radevormwald, auf den eine Wipperfürther Streifenwagenbesatzung gegen 2 Uhr aufmerksam wurde. Der Mann war laut Polizei mit einem stark beschädigten Fahrzeug auf der Bundesstraße 483 unterwegs. Der Atemalkoholtest verlief positiv. Auf Nachfragen räumte der Mann außerdem ein, eine halbe Stunde zuvor auf der Kreisstraße 11 bei Hückeswagen-Neuenherweg gegen die Leitplanke gerutscht zu sein. Nach durchgeführter Blutprobe musste der Rader noch in der Nacht seinen Führerschein abgeben.

Von einer erstaunlich ruhigen Silvesternacht sprach am Donnerstag die Kreisleitstelle Oberberg. Der Rettungsdienst meldete überhaupt keine besonderen Vorkommnisse und auch die oberbergischen Feuerwehren waren insgesamt nur zwölf Mal gefordert – regelmäßig standen dann Mülltonnen in Flammen, wie um 0.20 Uhr auf der Shaftesburystraße in Lindlar, um 1.12 Uhr im Radevormwalder Hölterhof und gegen 2.30 Uhr auf der Hahnbucher Straße in Reichshof.

Der Carport wurde tatsächlich ein wenig beschädigt, das eigentliche Feuer brannte aber in den Mülltonnen neben dem Unterstand.
Daniel Wendeler, Leiter der Feuerwehr Waldbröl

Für Aufregung sorgte einzig der Notruf, der die Disponenten aus dem Uhlandweg in Waldbröl-Hermesdorf erreichte, und der von einem brennenden Carport in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus berichtete. Um 1.21 Uhr setzte die Kreisleitstelle die Löschzüge Waldbröl und Thierseifen in Gang, dazu einen Rettungswagen. Die ersten am Uhlandweg eintreffenden Einsatzkräfte konnten allerdings schnell Entwarnung geben. „Der Carport wurde tatsächlich ein wenig beschädigt, das eigentliche Feuer brannte aber in den Mülltonnen neben dem Unterstand“, berichtete Waldbröls Feuerwehrchef Daniel Wendeler am Neujahrstag.

Die Besatzung eines Fahrzeugs übernahm die Brandbekämpfung, der Rest konnte schnell wieder abdrehen. Nach einer Stunde war die Arbeit auch für die letzten Feuerwehrleute beendet. Die Polizei geht in ihrem Silvesterbericht davon aus, dass im Hermesdorfer Fall Böller und Raketen in den Mülltonnen entsorgt wurden. Deshalb habe man ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, schreiben die Beamten.