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GroßeinsatzAutofahrerin landet in der Bever

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Die Bergung war kompliziert

Unweit der Bevertalsperre bei Hückeswagen ist am Morgen eine 58-Jährige mit ihrem Auto in dem Fluss Bever gelandet.

Eine 58-jährige Autofahrerin ist am Samstagmorgen, 10. Oktober, mit ihrem Kleinwagen in Hückeswagen von der Straße abgekommen und unterhalb der Bevertalsperre im gleichnamigen Fluss gelandet. Um 7.39 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Großeinsatz alarmiert, um die laut Notruf „eingeschlossene Person“ zu befreien. Doch die Frau hatte Glück: Der Fluss ist an dieser Stelle lediglich 50 Zentimeter tief, und Polizeibeamten gelang es noch vor Eintreffen der Feuerwehr die Betroffene aus ihrer Notlage zu befreien. Wie wirkte geschockt, aber äußerlich unverletzt und wurde in die Obhut des Rettungsdienstes übergeben.

Auto war total beschädigt

Der Wagen, ein Nissan Micra aus dem Fuhrpark eines Pflegedienstes, erlitt aber einen Totalschaden. Das wurde spätestens ersichtlich, nachdem die Feuerwehr das Auto wieder auf die Straße gezogen hat. Auf ein Bergungsunternehmen wurde ausnahmsweise nicht gewartet: Ein Mitarbeiter des Wupperverbandes befürchtete auslaufende Betriebsstoffe und wollte das Wrack so schnell wie möglich aus dem Wasser haben. Vorsichtshalber haben Feuerwehrleute auch Ölsperren gesetzt, um Gefahren für das Gewässer zu minimieren.

Die Bergung des Kleinwagens war für die relativ kleine Gruppe von Feuerwehrleuten des Löschzugs „Stadt“ sowie der Löschgruppe Herweg eine aussergewöhnliche, keineswegs alltägliche Herausforderung. Einsatzleiter Philipp Arens zeigte sich zunächst erleichtert, dass sich die Lage vor Ort nicht so dramatisch präsentierte, wie zunächst befürchtet: „Ein Teil der alarmierten Kameraden konnte auf der Anfahrt umdrehen“, so Arens. Auch die Löschgruppe Straßweg war bereits auf dem Weg, wurde aber nicht mehr benötigt. Den Wehrleuten gelang es, das Auto mit der Seilwinde eines Rüstwagens aus dem Wasser zu ziehen. Das war kein einfaches Unterfangen, zumal mit Eisenstangen und Holzbrettern auch eine Führung für das dicke Stahlseil errichtet werden musste. Im ersten Schritt bahnte ein Feuerwehrmann den Weg zum Unfallwagen mit einer Kettensäge.

Zuviel Gehölz war im Weg, dass zunächst beseitigt werden musste. Ein weiteres Mal große Erleichterung bei allen Beteiligten, nachdem der Nissan wieder mit allen Rädern auf dem Asphalt stand: Das Auto hatte „dichtgehalten“, es waren keinen nennenswerten Betriebsflüssigkeiten ausgelaufen. Unklar ist derzeit, warum die Fahrerin plötzlich nach rechts von der Straße abkam, die Böschung regelrecht durchpflügte und rund zwei Meter tiefer, „knöcheltief“ im Wasser wieder zum Stehen kam. Nach Angaben der Polizei vor Ort konnte die Verursacherin dieses Kleinunfalls zunächst nicht vernommen werden, da die medizinische Behandlung Vorrang hatte.