In Wipperfürth soll in den kommenden Jahren eine Fläche entwickelt werden, die die Frima Radium nicht mehr benötigt.
InfoveranstaltungIdeen für das Radium-Gelände in Wipperfürth gesucht

Wie lässt sich das ehemalige Radium-Kesselhaus künftig nutzen?
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Es dürfte für die nächsten Jahre das spannendste Projekt in Wipperfürth werden: die Entwicklung eines neuen Quartiers rund um das alte Radium-Kesselhaus. Direkt am Wasser gelegen, soll das rund 1,5 Hektar große Areal Platz bieten für Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit.
Im Rahmen der Regionale 2025 lädt die Hansestadt Wipperfürth am Dienstag, 19. Mai, 18 Uhr, in die Alte Drahtzieherei zu einem Themenabend ein, unter der Überschrift „Was tut sich rund ums Radium-Areal?“ Alle Interessenten sind eingeladen, sich vor Ort zu informieren und mit Fachleuten ins Gespräch kommen.
Auch die Ideen der Bürgerinnen und Bürger für eine künftige Nutzung des Kesselhauses sind gefragt. Etwa als Kulturzentrum. Oder als Co-Working-Space, also als multifunktionale Bürofläche mit wechselnden Nutzern. Ende 2024 hat die Radium-Geschäftsführung bekannt gegeben, dass man sich von Teilen des alten Fabrikgeländes trennen will, weil diese Flächen aufgrund von Umstrukturierungen künftig nicht mehr benötigt werden.
Wipperfürth: Ein Projekt im Rahmen der Regionale 2025
Mit dem Regionale-Projekt „Auf zu neuen Ufern“ soll die Wipperfürther Innenstadt nun stärker mit dem Fluss verbunden werden, dem sie ihren Namen verdankt. Bislang industriell geprägte Flächen sollen zukunftsfähig weiterentwickelt werden.
Noch hat das Wipperfürther Regionale-Projekt nicht den begehrten „A-Status“ erlangt. Was vor allem daran liegt, dass die Firma Radium und die Hansestadt Wipperfürth weiter über den Kauf des Areals verhandeln – wo bei die Stadt ein Vorkaufsrecht hat. Unklar ist derzeit auch, ob der Wipperfürther Antrag auf Städtebauförderung noch in diesem Jahr berücksichtigt wird.
Neue Brücke über die Wupper
Ein Kernpunkt des Projekts wird eine neue Brücke über die Wupper sein, die den Hausmannsplatz und das neue Quartier miteinander verbindet. Sie ist für Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer gedacht und soll breiter als die bestehende Fußgängerbrücke am Alten Turbinenhaus werden.
Für diese neue Brücke läuft zur Zeit ein Wettbewerb, an dem sich verschiedene Architekturbüros beteiligen. Bei der Infoveranstaltung am 19. Mai soll es auch hierzu weitere Informationen geben, ebenso wie zu der geplanten Freiraumgestaltung des Wupperufers. Vorgesehen sind Freitreppen, die bis zum Fluss hinunterführen und ihn besser erlebbar machen sollen.
Bevor der Themenabend am 19. Mai um 18 Uhr startet, finden noch weitere Veranstaltungen statt. Zum einen ein Workshop mit Jugendlichen, die ebenfalls ihre Ideen einbringen können. Zum anderen lädt die Regionale-Agentur am Montag, 18. Mai, zu einem Expertentreffen in die Alte Drahtzieherei. Der sogenannte „Express-Kongress“ soll Menschen zusammenbringen, die Projekte voranbringen. Dabei geht es sowohl um Fragen der Finanzierung, aber auch um Organisation und Prozesse.
Kathrin Hartwig arbeitet bei der Hansestadt Wipperfürth als Projektleiterin für Gemeindeentwicklungsstrategie, ihre Kollegin Kamila Lebert ist als Architektin des städtischen Gebäudemanagements beteiligt. Die beiden Frauen hoffen, dass möglichst viele Wipperfürtherinnen und Wipperfürther am 19. Mai die Chance nutzen, sich bei kleinen Häppchen und Getränken aus erster Hand über den aktuellen Planungsstand zu informieren und eigene kreative Ideen einzubringen. „Wir werden Postkarten verteilen, auf denen man auch im Nachgang Vorschläge notieren kann, um diese Karten dann an die Stadt zu schicken“, erklärt Lebert.
