Abo

Irreführende WerbungWipperfürther Energieversorger BEW warnt Kunden

1 min
Das Foto zeigt einen Stromzähler

Ein herkömmlicher Stromzähler.

Ein Werbeschreiben für den Einbau eines digitalen Stromzählers sorgt in Wipperfürth für Unruhe. Der Energieversorger BEW warnt  die Verbraucher.

Der Energieversorger BEW warnt vor irreführender Werbung, die dringend zur Installation eines digitalen Stromzählers (Smart Meter) rät. Viele Wipperfürther Haushalte hätten ein solches Schreiben erhalten. „Der Absender, ein sogenannter wettbewerblicher Messstellenbetreiber, erweckt den Eindruck, es bestehe eine gesetzliche Pflicht zum Einbau eines Smart Meters. Diese Darstellung ist missverständlich“, heißt es in einer Mitteilung der BEW.

Unter anderem werde damit geworben, dass aktuell kostenlose Smart-Meter-Installationen durchgeführt würden. Aufgrund einer angeblichen „Bündelung von Kapazitäten“ sollten Verbraucher kurzfristig einen Termin vereinbaren. Zudem wecke das Schreiben die Erwartung einer künftig reduzierten Stromrechnung.

„Diese pauschale Netzentgeltreduzierung können jedoch ausschließlich Betreiber steuerbarer Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Wallboxen erhalten und keineswegs jeder Hausbesitzer, da die Vergünstigung nicht in direktem Zusammenhang mit dem Einbau eines intelligenten Messsystems steht“, so die BEW.

Der Einbau intelligenter Messsysteme sei nur in bestimmten Fällen verpflichtend – etwa bei Haushalten mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden oder beim Betrieb von Wärmepumpen, Wallboxen oder größeren Photovoltaikanlagen, so der Energieversorger. Die BEW informiere betroffene Kunden rechtzeitig über anstehende Einbauten. Niemand müsse sich aufgrund von Werbeschreiben Dritter kurzfristig handeln oder einen Termin vereinbaren.