JubiläumBadespaß in Wipperfürth  bei Rekordtemperatur

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Wassersportskanonen: Vorn sitzen Lea und Elissa Probe im Kajak, dahinter Barbara und Roland von den Kanu-Freunden Oberberg und dahinter Bürgermeisterin Anne Loth (l.) und IG-Vorsitzende Heike Radder. 

Walter-Leo-Schmitz-Bad öffnete zum 50. Geburtstag mit freien Eintritt.

 Oberberg schwitzte am Wochenende aus allen Poren. Da kam die Einladung der Interessengemeinschaft Walter-Leo-Schmitz-Bad in Wipperfürth für Groß und Klein wie gerufen. Seit 50 Jahren gehört das Schwimmbad zur Hansestadt, und dies sollte gebührend und bei freiem Eintritt mit allen Fans gefeiert werden. Sowohl im Bad als auch auf dem Außengelände tummelten sich zahlreiche Besucher, darunter viele Familien. Vor Freude quietschend genossen besonders die Kinder die Abkühlung, während das Thermometer stetig der 40-Grad-Marke entgegenkletterte. Und während im Hallenbad fleißig Bahnen geschwommen oder Bälle geworfen wurden, gab es auch auf dem Außengelände Abkühlung: Feuerwehr und Jugendfeuerwehr hatten Spritzschläuche mitgebracht.

Eingeweiht wurde das neue Wasserspielzeug für Kleinkinder, eine drehbare Blume, die ununterbrochen von den kleinen Besuchern in Beschlag genommen wurde. Um für ein abwechslungsreiches Programm zu sorgen, hat die DLRG aus Leverkusen Spielgeräte mitgebracht. Die Wipperfürther Ortsgruppe war nicht nur für das leibliche Wohl zuständig, sondern präsentierte mit Hilfe von Einsatzfahrzeugen und dem Rettungsboot sich und ihre Aufgaben vor. Schon bei der Eröffnung dabeiÜber allem wacht Heike Radder, zugleich Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Wipperfürth und der IG Walter-Leo-Schmitz-Bad. Sie war selbst dabei, als das Bad vor 50 Jahren eröffnet wurde und setzte sich gemeinsam mit anderen Wipperfürthern für den Erhalt ein, als das Bad 2007/2008 verkauft werden sollte.

Es folgte eine umfangreiche Sanierung

Dies konnte verhindert werden, eine umfangreiche Sanierung folgte. Heute, fast 20 Jahre später, kann sich die IG WLS-Bad, die nun die Rolle eines Fördervereins übernommen hat, über steigende Besucherzahlen freuen. „Das Bad platzt allerdings mittlerweile aus allen Nähten“, sagt Radder. Deshalb würde sie sich über ein weiteres Becken im Außenbereich freuen, das für therapeutische Zwecke und fürs Anfängerschwimmen genutzt werden könnte. Dass immer weniger Kinder richtig schwimmen können, sieht Radder mit Sorge. Zwar werde das Schwimmbad regelmäßig von den Schulen für den Schulsport genutzt, dennoch könnten viele Kinder nicht sicher genug oder gar nicht über Wasser halten.

izubringen, genauso wie das Fahrradfahren oder das Laufen. Die meisten Eltern sehen das heute zwar genauso, wollen die Aufgabe aber lieber auf andere abwälzen.“ Radder rät dazu, die Kinder schon im Vorfeld des Schwimmunterrichts an das Element Wasser heranzuführen. „Mal den Kopf unter Wasser halten, ein bisschen planschen. Das sind wichtige Vorarbeiten, damit die Kinder keine Angst vor dem Wasser haben. Dann geht das Schwimmenlernen praktisch wie von allein.“ Sie glaubt, dass die Eltern mehr in die Verpflichtung genommen werden sollten. „Babyschwimmen und Wassergewöhnung sind der erste Schritt, darauf kann dann alles andere aufgebaut werden.“