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Nach vielen VerzögerungenAm Wipperfürther Rathaus steht jetzt ein Trinkwasserbrunnen

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Das Gruppenfoto zeigt Menschen am neuen Wipperfürther Trinwasserbrunnen

Bürgermeisterin Anne Loth (Mitte) befüllt am neuen Brunnen eine Trinkflasche.

Wer an heißen Tagen eine Erfrischung braucht. der kann in Wipperfürth jetzt einen Trinkwasserbrunnen nutzen. Die Idee kam von den Grünen, bis zur Fertigstellung vergingen zwei Jahre. 

„Das ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, freut sich Wipperfürths Bürgermeisterin Anne Loth am Freitagmorgen. An der Ecke Markstraße/Marktbrunnen steht jetzt ein Trinkwasserbrunnen. Wer davor steht, kann mit der rechten Hand an der Seite der Säule eine Lichtschranke unterbrechen, schon sprudelt eine kleine Fontaine mit frischem, kaltem Leitungswasser.

„Einfach die Schnüss dranhalten“ – diese Empfehlung probieren an diesem Morgen viele aus. Eine mitgebrachte Trinkflasche oder ein Glas drunter halten funktioniert auch. Die Idee dazu hatte Stephan Börsch von den Wipperfürther Grünen. „Im Sommer 2023 fand auf dem Platz j hier ein Kirchenfest statt. Es war richtig heiß, unsere Enkelin war überhitzt und hatte plötzlich einen hochroten Kopf. Wir mussten bis zur Eisdiele gehen, um sie abzukühlen“, erinnert er sich.

Einfach die Schnüss dranhalten
Empfehlung zur Nutzung des Trinkwasserbrunnens

Im April 2024 reichten die Grünen im Ausschuss für Klima, Umwelt und Natur den Antrag für einen Wasserspender auf dem Marktplatz ein. Eine Idee, die bei allen Beteiligten sofort auf Zustimmung stieß. Doch bis zur Inbetriebnahme vergingen über zwei Jahre. Was vor allem daran lag, dass das Kreisgesundheitsamt in Gummersbach zunächst verlangt hatte, ein solcher Trinkwasserspender müsse zweimal täglich von außen gereinigt und desinfiziert werden – Kosten von 1000 bis 2300 Euro im Monat wären die Folge gewesen.

Wie Wipperfürths Klimaschutzmanagerin Franziska Mauch erklärt, wurden diese Vorschriften mittlerweile gelockert. Der Spender spült sich selbst. Einmal im Monat geht eine Wasserprobe an ein Labor, einmal jährlich findet eine gründliche Beprobung statt, was zusammen 200 Euro pro Jahr kostet. 7000 Euro zahlt die Stadt für den Spender – plus Installationskosten. Ein weiterer Trinkwasserspender sei an der Ellers Ecke vorgesehen, die neu gestaltet werden soll.