Bei der 14. Narrenarena der Narrenzunft Neye traten in Wipperfürth oberbergische Karnevalsvereine gegeneinander an.
Narrenzunft NeyeBecherblasen in vollem Ornat in Wipperfürth

Beim Becherblasen pustete ein Team Plastikbecher über die Tischkante, Fänger eines anderen Vereins mussten diese auffangen.
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Benjamin „Kappes“ Lusa war hoch motiviert: „Diese Veranstaltung ist einfach das Beste, um nach Weihnachten und Silvester wieder in den Karneval reinzukommen.“ Der Kommandant der Torwache Ründeroth war am Sonntagvormittag einer der Teilnehmer bei der 14. Narrenarena der Narrenzunft Neye in der Alten Drahtzieherei. Bei der lustigen Olympiade traten Vertreter von 13 oberbergischen Karnevalsvereine gegeneinander an.
Diese Veranstaltung ist einfach das Beste, um nach Weihnachten und Silvester wieder in den Karneval reinzukommen.
Launig moderiert wurde das Spektakel von Präsident René Löhr. Ehefrau Tanja leitete die Spiele gemeinsam mit Nadine Dehmel, Rebekka Eschbach, Nicole Schell und Maren Wittke. Wie gewohnt saß Bernd Köllner als Spielleiter am Rande hinter seinem Laptop und notierte akribisch die Ergebnisse. In jedem Jahr gibt es andere Herausforderungen, die Schnelligkeit, Geschicklichkeit und auch ein wenig Köpfchen erfordern. Das Team Narrenarena gibt sich Mühe bei der Vorbereitung: „Gleich nach der Veranstaltung fangen wir an, uns die Spiele für das nächste Jahr auszudenken.“
Bevor es richtig losging, zogen jedoch Prinz Lucca I., Bauer Benjamin und Prinzessin Johanna als diesjähriges Dreigestirn in den Saal ein und rockten die Bühne. Schwungvoll ging es weiter mit dem Tanzcorps Blau-Weiß Neye und den Mäusen, die einen Showtanz präsentierten.
Lieber Bauchumfang messen?
Nach diesem Aufwärmprogramm maßen sich frei wählbare Teams aus den Vereinen in den vorbereiteten Wettkämpfen. Beim ersten ging es darum, möglichst schnell eine etwa acht Meter lange Kette von Trinkbechern möglichst schnell in eine Schüssel zu stapeln. Das beanspruchte Schnelligkeit und Kondition.
Aber auch die gute Laune kam nicht zu kurz. Vor ihrem Auftritt stellten sich die Vereine mit ihren Tollitäten vor. Als einzige kamen das Prinzenpaar Robin I. und Lisa von der KG Rot-Weiß Denklingen noch ohne Ornat. Robin erklärte: „Wir haben unsere Proklamation erst am kommenden Freitag in der Halle 32.“ Bei der Vorstellung der Torwache Ründeroth stellte der nicht gerade schmächtige „Kappes“ scherzhaft die Auswahl der Spiele infrage: „Warum geht es nicht mal darum, den Bauchumfang zu messen oder um ein Wettessen mit Mettbrötchen?“
Weiter ging es stattdessen mit einem Bierkistenrennen. Dabei mussten sich drei Spieler auf einen von vier umgedrehten Kästen stellen und den freiwerdenden nach vorne durchreichen. Wer zuerst an der Theke an der anderen Seite des Saals ankam, hatte gewonnen. Dann gab es noch das Becherblasen, wo das Team des einen Vereins die auf einem Tisch aufgereihten Trinkgefäße über die Kante pustete, während ein darunterliegender Fänger eines anderen Vereins diese auf dem Bauch liegend auffangen musste.
Interessant gestaltete sich auch „Head and Shoulders“: Ähnlich wie bei einer Reise nach Jerusalem mussten die Spieler nach Ansage des Leitungsteams Kopf, Schulter oder die Knie mit den Händen berühren – oder eben einen Becher vom Boden aufheben. Pech für denjenigen, der keinen mehr erwischte. Bei weiteren Herausforderungen mussten die oberbergischen Narren auf Zeit Tischtennisbälle von einer Schüssel in die andere umschichten oder Luftballons sortieren.
Außer dem Organisationsteam hat kein Vereinsmitglied irgendetwas von den Spielen gewusst.
Nach gut fünf Stunden war das karnevalistische Turnier schließlich beendet. Auf das Siegertreppchen kam diesmal das Tanzcorps Blau-Weiß Neye und sicherte sich damit den Wanderpokal. Den zweiten Platz belegte die Narrenzunft Neye, gefolgt vom Dabringhausener Festausschuss.
Gab es einen unfairen Heimvorteil? Bianca Berghaus, Schriftführerin der Narrenzunft Neye hat eine klare Antwort: „Außer dem Organisationsteam hat kein Vereinsmitglied irgendetwas von den Spielen gewusst.“

