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Razzia in NRWIntensivpatienten betrogen – für Luxusautos, Schmuck und Millionenwerte

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Luxusautos wie dieser Lamborghini, aber auch Bargeld und Schmuck, wurden bei der Razzia in NRW sichergestellt.

Luxusautos wie dieser Lamborghini, aber auch Bargeld und Schmuck, wurden bei der Razzia in NRW sichergestellt.

Es wurden Luxusautos von Maybach, Mercedes-AMG und Lamborghini sichergestellt. Der Gesamtschaden beträgt etwa elf Millionen Euro.

Bei landesweiten Durchsuchungen in NRW gegen eine mutmaßliche Bande von Abrechnungsbetrügern haben Ermittler Luxusfahrzeuge, Bargeld, Schmuck und weitere Vermögenswerte im Wert von insgesamt rund 5,9 Millionen Euro beschlagnahmt. Darunter waren mehrere Fahrzeuge der Marken Maybach, Mercedes-AMG und Lamborghini. Der mutmaßliche Gesamtschaden liegt bei etwa elf Millionen Euro.

Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen – elf Millionen Euro Gesamtschaden

Die Polizei Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Wuppertal gehen dem Verdacht nach, dass Krankenkassen um Millionenbeträge betrogen wurden. Nach den bisherigen Ermittlungen sollen die Beschuldigten Leistungen für ambulante Intensivpflege abgerechnet haben, obwohl diese gar nicht oder nicht vollständig erbracht worden seien. Zudem bestehe der Verdacht, dass Pflegeleistungen von nicht ausreichend qualifiziertem Personal übernommen wurden, so die Ermittlerinnen und Ermittler am Freitag (18. September).

Der mutmaßliche Gesamtschaden liegt nach Angaben der Ermittler bei etwa elf Millionen Euro. Seit Dezember 2025 wird gegen insgesamt 13 Beschuldigte ermittelt. Im Raum stehen unter anderem gewerbs- und bandenmäßiger Abrechnungsbetrug, Geldwäsche, Steuerdelikte sowie das Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt.

Razzia in NRW: Lamborghini, AMG und Maybach abgeschleppt

Besonderes Aufsehen erregten die sichergestellten Luxuswagen. Auf veröffentlichten Polizeifotos sind unter anderem ein Lamborghini Urus und ein Lamborghini Huracán zu sehen, die auf einem Abschleppfahrzeug abtransportiert wurden. Außerdem stellten die Ermittler Fahrzeuge der Marke Maybach und Mercedes-AMG sicher.

Auch diesen Luxusschlitten nahm die Polizei bei der Razzia auf den Haken.

Auch diesen Luxusschlitten nahm die Polizei bei der Razzia auf den Haken.

Neben den Autos wurden rund 51.000 Euro Bargeld, Gold im Wert von etwa 10.000 Euro, Schmuck im Wert von rund 265.000 Euro sowie hochwertige Taschen und Uhren beschlagnahmt. Die Uhren sollen zusammen etwa 140.000 Euro wert sein, die Taschen rund 16.000 Euro.

Rund 51.000 Euro Bargeld wurde sichergestellt.

Rund 51.000 Euro Bargeld wurde sichergestellt.

Zusätzlich ließen die Behörden Sicherungshypotheken in Höhe von 3,3 Millionen Euro in die Grundbücher von Immobilien der Beschuldigten eintragen. Damit soll verhindert werden, dass die Vermögenswerte dem Zugriff der Justiz entzogen werden.

Durchsuchungen in zwölf Städten in NRW

An dem Einsatz am Donnerstag waren mehr als 200 Kräfte von Polizei, Zoll und dem Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität NRW beteiligt. Durchsuchungen gab es unter anderem in Düsseldorf, Wuppertal, Dortmund, Hagen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bottrop, Duisburg, Mettmann, Monheim, Hürth und Lüdinghausen, teilte die Polizei mit. Auch im hessischen Kelsterbach wurden Objekte durchsucht.

Gegen eine 39-jährige türkische Staatsangehörige wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Gegen ihren 44 Jahre alten Ehemann, einen Deutschen, erhärtete sich laut Ermittlern der Tatverdacht. Er sollte dem Haftrichter vorgeführt werden.

In einem der durchsuchten Objekte trafen die Einsatzkräfte zudem eine 54 Jahre alte Georgierin an, die sich nach Angaben der Behörden illegal in Deutschland aufhielt und arbeitete. Sie wurde festgenommen.

Pflegebedürftiges Kind im Krankenhaus

In einer Wohnung in Düsseldorf fanden die Einsatzkräfte ein pflegebedürftiges Kind in sehr schlechtem Gesundheitszustand vor, hieß es. Der Rettungsdienst wurde alarmiert, das Kind zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Kinderschutzbund und das Jugendamt wurden informiert.

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches analoges und digitales Beweismaterial sicher. Darunter befand sich auch ein mutmaßlich zur Fälschung von Verordnungen genutzter Arztstempel. Bei den Hauptbeschuldigten in Mettmann wurden außerdem eine scharfe Schusswaffe mit Munition, Marihuana und Anabolika entdeckt.

Die Ermittlungen dauern an. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. (jv)